Marianne Schoppan: „Die verliebte Wolke“

Eine Wolke: Marianne Schoppans neues Stück. Foto: Ammermüller

Kassel. Kulturelle Gemeinsamkeiten treten am deutlichsten in den Märchen hervor. Hier wie da überlisten die Schwächeren die Stärkeren, und das Gute siegt über das Böse.

Davon erzählt auch das Märchen „Die verliebte Wolke“ des türkischen Dichters Nazim Hikmet, welches Marianne Schoppan als Vorlage für ihr neues Stück für Kinder ab fünf Jahren wählte (Regie: Silke Technau). Im ausverkauften Figurentheater im Dock 4 feierte die Puppenspielerin Premiere und begeisterte große und kleine Zuschauer.

Das Mädchen Ayse lebt zufrieden in einem kleinen Haus mit wunderschönem Garten, wo sie mit ihren Freunden, dem Hasen und einer Taube, spielt. Doch ihr Glück wird durch den reichen Kaufmann Kara Seyfi bedroht. Er versucht Ayse zu überreden, ihm den Garten und das Haus zu verkaufen. Doch sie ist nicht an Geld interessiert, und seine Frau möchte sie schon gar nicht werden. Wutschnaubend sinnt der Geschäftsmann auf Rache. Als es für das Mädchen aussichtslos erscheint, opfert sich eine Wolke, die aus Liebe zu Ayse stets über dem Garten steht, und rettet so das kleine Glück.

Marianne Schoppan macht die fremde Kultur so lebendig, dass man meint, die Wüstensonne auf der Haut zu spüren. Die Figuren sind von Doris Gschwandtner mit viel Liebe zum Detail gestaltet, und die Musik von Till Mertens unterstreicht die orientalische Atmosphäre. Nach 45 kurzweiligen Minuten gab es viel Beifall.

Von Kirsten Ammermüller

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