Christa Purschkes Schau im Landgericht

Mars als Zeuge

Hochwertiger Werkstoff: Christa Purschke beschäftigt sich mit Gold.

Kassel. Blattgold ist hauchdünn und mit äußerster Vorsicht zu verarbeiten. Dass es dennoch unterschiedliche Strukturen und Formen annehmen kann, zeigt Christa Purschke im Landgericht Kassel. Zu sehen sind Bilder aus Blattgold, aus dem Zyklus abstrakter biblischer Gemälde und aus einer Reihe, die sich mit den Planeten beschäftigt.

Zart und beinahe durchsichtig verleiht das Blattgold den Bildern eine ganz besondere Wirkung. Daneben kann die feine Legierung auch fließende Strukturen annehmen. Sie entstehen, wenn die dünne Schicht erhitzt wird. Christa Purschke schafft damit hochwertige Bilder.

Besonders eindrucksvoll sind die Planetenbilder. Die Künstlerin verbindet mythologische Bedeutungen der Planeten mit aktuellen Auffassungen. Wurde dem Kriegsgott Mars ehemals Heldentum und Ruhm zugedacht, so werden kriegerische Auseinandersetzungen heutzutage mit anderen Vorzeichen gesehen. Ein großformatiges Bild zeigt das Foto eines fallenden Soldaten im Kugelhagel des Ersten Weltkrieges. Einziger stummer Zeuge ist der Rote Planet Mars.

Purschke kommt durch eine Reduzierung stilistischer Mittel zu einer deutlichen Aussage, in der sie alte Legenden neben heutige Wahrheiten stellt. Bis 18. Juni, Landgericht, Frankfurter Str. 7. Foto: Herzog

Von Kirsten Ammermüller

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