Die Nürnberger Indie-Band Yucca rockte im Kulturzentrum Schlachthof

Massage für das Herz

Musikalischer Enthusiasmus: Die Indie-Rockband Yucca brachte mit einer Mischung aus Hardrock und Elektro die Herzen ihrer Fans im Kulturzentrum Schlachthof ordentlich zum Schlagen. Foto:  Schenk

Kassel. Zwei Worte bleiben nach dem Konzert der Band Yucca im Kulturzentrum Schlachthof eindeutig im Gedächtnis: laut und lebendig. Die Indie-Rockband aus Nürnberg brachte am Freitagabend die Herzen ihrer gut 60 Zuschauer ordentlich zum Schlagen. Zwar fing die Band verspätet an, dafür kam sie dann aber mit ordentlich Karacho.

Die fünf Musiker traten ganz schlicht in Weiß auf und verordneten ihrem Publikum – quasi als Ärzte des Rock – eine heilsame Therapie für Körper und Seele.

Das schafften Yucca zum einen ganz klar durch Lautstärke. Hier wurde das Trommelfell bis zur äußersten Belastbarkeit strapaziert und dem Herzmuskel eine Massage verpasst. Zum anderen machte insbesondere ihre sehr angenehme Mischung aus Hard-Rock und Elektro das Konzert außerordentlich lebendig. Yuccas offenkundiger musikalischer Enthusiasmus war ständig zu spüren, in den Songs und in der sehr energiegeladenen Performance.

Zwischen scharfen Gitarren, konturierendem Bass und einem kreativen Schlagzeug entfalteten sich immer wieder wohltuende Synthesizer-Klänge. Die beiden Gitarristen Christian Merkel und Matthias Scharrer gaben den selbst geschriebenen Songs mit ihrem Doppelgesang zusätzlich viel eigenen Charakter und waren dabei teilweise so intensiv, als ginge es um ihr Leben.

Melodisch und handwerklich drängten sich des Öfteren Parallelen zu den Beatsteaks, The Hives oder The Killers auf. Nur sind Yucca einfach noch einen kleinen Tick härter – und das macht sie wirklich gut.

Da konnte das Publikum die eine Stunde Verspätung oder die Tatsache, dass nicht genug eigene Songs für geforderte Zugaben da waren, auch gern verzeihen.

Von Saskia Schenk

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