Neu im Kino: Hayao Miyazakis Kinderfilm „Ponyo“ ist ein japanisches Trickfilm-Meisterwerk

Meermädchen wird ein Mensch

Schwierige verwandlung: Ponyo wird beim Menschwerden von Zauberer Fujimoto beobachtet. Foto: Verleih

Der japanische Trickfilmkünstler Hayao Miyazaki hat seinem Publikum Genre-Meilensteine wie „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Das wandelnde Schloss“ beschert. Kurz vor seinem 70. Geburtstag im Januar macht Miyazaki nun seiner Fangemeinde ein Geschenk. Er präsentiert ein neuerliches Anime-Fest: „Ponyo“.

Es ist ein äußerst merkwürdiger Goldfisch, den der Junge Sosuke da aus höchster Bedrängnis rettet. Der Meeresbewohner hat das Gesicht eines Mädchens. Sosuke merkt schnell, dass das von ihm „Ponyo“ getaufte Wesen über magische Kräfte verfügt und sogar der menschlichen Sprache mächtig ist. Aber bevor sich eine tiefere Freundschaft entwickeln kann, wird Ponyo zurück ins Meer geholt.

Kein Geringerer als der Zauberer Fujimoto ist der Vater des Mädchen-Fischs. Doch Ponyo hat sich bei ihrem kurzen Ausflug an Land in zwei Dinge verliebt: in Sosuke und in den leckeren Schinken der Menschen. Leider entfesselt Ponyo beim Aufbegehren gegen Papa das feuchte Element.

Die Bewohner des Küstenörtchens geraten in akute Lebensgefahr. Ponyo ist in der Zwickmühle: Wenn sie ein Mensch werden will, muss sie ihren Zauberkräften entsagen. Will sie aber die Menschen retten, ist Ponyo auf die Magie angewiesen. Parallelen zum Märchen von der kleinen Meerjungfrau sind beabsichtigt, wenn Hayao Miyazaki das feuchte Element zum Schauplatz wählt. Doch wie immer, wenn der Altmeister zum Zeichenstift greift, ist jedes einzelne Bild eine Manifestation grenzenloser Fantasie.

In Miyazakis neuem Universum wirkt alles auf den ersten Blick vertraut und ist dann doch anders, als man es je sah. Die Geschichte ist spannend, berührend und humorvoll.

Genre: Trickfilm

ohne Altersbeschränkung

Wertung: !!!!!

www.hna.de/kino

Von André Wesche

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