Weihnachtskonzert des Gospelchores Get Up! mit vielen besinnlichen und sanften Tönen

Mehr als ein jubelndes Halleluja

Auffällig viel Sanftes: Der Gospelchor Get Up! bei seinem Auftritt am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Dreifaltigkeitskirche. Foto: Fischer

Kassel. Viel Besinnliches hatte Get Up! bei seinem Weihnachtskonzert in der Dreifaltigkeitskirche zu bieten. Vor 450 Zuhörern war nicht nur ein treibender Groove angesagt. Der Gospelchor der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck präsentierte diesmal auffällig viel Sanftes.

16 Programmpunkte und zwei Zugaben, eine Bandbreite von „Stern über Bethlehem“ bis zum instrumentalen „Stille Nacht“ brachte der Abend. Bemerkenswert etwa, wie die 17 Sänger und Popularmusik-Kantor Peter Hamburger den alten Song „Oh when the Saints“ modernisierten: Im leicht schwingenden Sechsachteltakt, mehr lässig als marschierend, kam er daher. Mit rauschenden Arpeggien am Klavier legte der Kantor dann die Grundlage für das Solo von Sabrina Preuss.

Eine weitere Solistin aus dem engagierten Chor war Karin Heinemann. Überzeugend wie immer spielte die Band, allen voran der Saxofonist Jochen Engel. Außerdem dabei waren der Schlagzeuger David Heise, der Gitarrist Jan Richter - und erstmals bei Get Up! - die Kontrabassistin Judith Krischke, bekannt aus dem Jazztrio Blue Break.

Wie ein Leitmotiv zogen sich verschiedene Vertonungen des Hallelujas durch das Konzert - darunter eine A-cappella-Version sowie eine aufgepeppte Fassung des barocken Händel-Hits.

In einer Ansage ließ Peter Hamburger auch Raum für den Zweifel an dem ungebrochenen Optimismus des Lobpreises. So ergänzte „Better Than a Hallelujah“ der US-Sängerin Amy Grant den Freudengesang mit einer nachdenklichen Botschaft: „Die Klage eines gebrochenen Herzens achtet Gott mehr als ein Halleluja.“

Von Georg Pepl

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