Neu im Kino: Die Komödie „Offroad“ hat sympathische Hauptdarsteller, bleibt aber konventionell

Meike sucht das Abenteuer

Ihr Leben ändert sich radikal: Meike (Nora Tschirner) findet in einem gebrauchten Geländewagen einen Zentner Kokain. Foto:  Paramount

Das Leben von Meike Pelzer (Nora Tschirner) ist durchgeplant. Im rheinischen Geilenkirchen arbeitet sie als Juniorchefin in der väterlichen Firma, die mit der Produktion von Grasfangsäcken für Rasenmäher ein solides Familienvermögen erwirtschaftet hat.

Insgeheim träumt die junge Frau allerdings davon, mit einem Jeep durch die Sahara zu brettern, und ersteigert aus einer Laune heraus beim Zoll ein Allradgefährt älterer Bauart. Zu spät zur Auktion reisen zwei undurchsichtige Herren aus Berlin an, die das Doppelte und Dreifache des Kaufpreises bieten, worauf sich die neue Besitzerin jedoch nicht einlassen will.

Dann geht alles Schlag auf Schlag. Im Kofferraum des Jeeps entdeckt Meike einen ganzen Zentner Kokain, im Souterrain den schnaufenden Verlobten, der sich gerade über ihre beste Freundin hermacht, und im eigenen Herzen einen Freiheitsdrang, der sich nicht mehr aufhalten lassen will. Koks verkaufen und ab in die Sahara - so lautet der Plan.

Aber der Verkauf der Drogen gestaltet sich für ein unprofessionelles Landei wie Meike recht schwierig und auch der großstadterfahrene Deutschtürke Salim (Elyas M’Barek), den sie auf dem Weg nach Berlin kennenlernt, scheint bei dem illegalen Geschäft keine Hilfe zu sein.

„Offroad“ ist eine typisch deutsche Retortenkomödie. Die Ausbruchssehnsüchte einer jungen Frau, ein Kofferraum voller Koks und ein schicker Lover werden hier inspirationsarm zu einer romantischen Roadmovie-Komödie addiert, die von einer Handlungswendung zur nächsten stolpert, aber viel zu wenig Zeit und Mühe auf die Entwicklung der Charaktere verwendet. Das ist umso bedauerlicher, weil der Film mit Nora Tschirner und Elyas M’Barek über zwei grundsympathische Hauptdarsteller verfügt. Er gibt ihnen aber effektiv zu wenig Spielmaterial in die Hand. Sie sind nur Handlanger eines Plots, der in seiner Konventionalität vollkommen vorhersehbar bleibt.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!!::

www.hna.de/kino

Von Martin Schwickert

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