Metalcore-Veteranen Caliban im Kasseler Musiktheater

Gemeinsamer Auftritt: Andreas Dörner (Caliban, links) und Davyd Winter-Bates (Bury Tomorrow). Foto: Wagner

Kassel. „Ich weiß, es ist nicht voll hier …“ – Worte, die kein Veranstalter gerne hört – „aber drauf geschissen“, fährt Caliban-Sänger Andreas Dörner fort.

Die Metalcore-Veteranen, 1997 gegründet, spielten am Dienstag im Musiktheater mit einigen hochkarätigen Vorbands wie Dream on, Dreamer um Sänger Marcel Gadacz. Ihn sowie die Sänger der Bands Any Given Day und Bury Tomorrow sollte man nach ihren Auftritten noch bei dem Song „We are the Many“ des Headliners wiedersehen und -hören.

Dass Caliban ihren Auftritt exakt mit dem Anfang ihrer 2006 erschienenen Scheibe „The Undying Darkness“ begannen, sprach Bände über die Entwicklung der Band. Kompositorisch ist seitdem wenig Innovatives passiert. Lediglich die tieferen Stimmungen der Instrumente, ein modernerer Grundklang und ein Hang zu mehr atmosphärischen Elementen begründen, weshalb Caliban noch immer irgendwie aktuell sind.

Noch immer schafft es das Quintett aus Hattingen, eingängige, harte und melodische Songs zu schreiben. Und Caliban sind eine routinierte, gute Live-Band. Auch wenn der Sound der Anlage zu basslastig und die Gitarrenarbeit schwer verständlich war, kam die brachiale Energie der Songs überzeugend rüber.

Dazu trug auch die ausgefeilte Lichtkulisse bei. Vor der Dörner allerdings trotzdem, wie er sagte, den Spaß vermisste, obwohl er wusste, dass es ein Dienstagabend war.

Hätte er denn wissen können, dass ein Kasseler Publikum als schwer zu überzeugen gilt?

Von Chris Wagner

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