Mikrokosmos23 mit großem Auftritt im Schlachthof

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Mikrokosmos23: Sänger Peter Löwe (links) und Gitarrist Mathias Starke im Schlachthof.

Kassel. „Wenn es denn wieder mal anfängt“ - die ersten Worte des ersten Songs des Abends sind bezeichnend für eine Band, die seit drei Monaten auf Tour ist und Auftritt für Auftritt mit ihrem Sound beeindruckt: Mikrokosmos23.

Die Emocore-Band aus Sachsen spielte am Freitag ihr vorletztes Tourkonzert in Kassel und präsentierte im Schlachthof neben Altbekanntem viele Songs ihres neuen Albums.

„Alles lebt. Alles bleibt.“ Der Titel des neuen Albums, das in diesem Frühjahr erschien, klingt vor der Biografie der Band wie eine Offenbarung. Im Jahr 2005 in Meißen gegründet, gaben sie 2007 mit dem Album „Als wir jung waren ist jetzt“ ihr Debüt. Nach der Veröffentlichung der zweiten Platte „Memorandum“ löste sich Ende 2011 jedoch ihr Kölner Label auf und innerhalb der Band kam es zu einigen Umbesetzungen.

Als Trio gestartet, ist Mikrokosmos23 heute als Quartett und mit neuem Label im Rücken unterwegs. Was bleibt, ist der immer noch selbe krachende und unverwechselbare Sound, den Peter Löwe (Gesang, Gitarre), Mathias Starke (Gitarre), Steffen Oks (Bass) und Tom Pätschke (Schlagzeug) auch am Freitag auf die Bühne des Schlachthofs brachten.

An einem verregneten Maiabend fanden nur wenige den Weg in das Kulturzentrum, doch hielt das die vier Jungs aus Sachsen keineswegs davon ab, einen erstklassigen Auftritt hinzulegen. Mit großen Melodien, wütenden Gefühlen, stark persönlichen aber auch gesellschaftskritischen Songs gewannen sie das kleine Publikum für sich und ernteten viel Applaus.

Für die Beifallsbekundungen der Schlachthof-Gemeinde bedankte sich Peter Löwe - der auch schon mal als Sprachrohr einer Generation bezeichnet wird - mit einer ganz besonderen Einlage. Allein mit der Gitarre spielte er „Irland“, wohl einen der persönlichsten und tiefgreifendsten Songs der Band. Großartig.

Von Marian Schollmeyer

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