Ganz nach oben

Milky Chance erobern die USA und bekommen Gold

Kassel/New York.  Am Montag gaben Milky Chance ihr erstes Konzert in New York. Einen Tag später erhielt das Kasseler Pop-Duo Gold für die Hit-Single „Stolen Dance“. Die Amerikaner sind verrückt nach den beiden Nordhessen.

Zwei Stunden brauchten Clemens Rehbein und Philipp Dausch am Montag, um im New Yorker Empire State Building ganz nach oben zu kommen. Ein Selbstporträt von der Spitze postete das Kasseler Pop-Duo auf seiner Facebook-Seite. Die Nordhessen waren jedoch nicht als Touristen in die USA gereist, sondern um ihren Ruf als „deutsche Internet-Sensation“ zu festigen, wie ein US-Magazin Milky Chance nannte. Das ist den beiden ehemaligen Jacob-Grimm-Schülern schon jetzt gelungen.

Am Dienstag erhielten Sänger Rehbein und Beat-Bastler Dausch für ihren Hit „Stolen Dance“ Gold. 500.000 verkaufte Einheiten in den USA – das ist bislang nur ganz wenigen deutschen Künstlern wie Rammstein und den Scorpions gelungen. Nun erobern auch Milky Chance das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Fotos und Videos von Milky Chance in den USA gibt es hier.

Sechs Konzerte sind bis zum 24. Oktober in Nordamerika geplant – von Toronto bis Las Vegas. Mancherorts waren die Tickets innerhalb von 30 Minuten ausverkauft. Die Fans, die am Montag bei der Premiere im New Yorker Bowery Ballroom dabei waren, wurden nicht enttäuscht. „Das Konzert war der Hammer, alle Leute sind ausgerastet und konnten die Songs mitsingen“, heißt es im Büro der Kasseler Plattenfirma Lichtdicht Records, die Rehbein und Dausch voriges Jahr mit Freunden eigens für ihr Musikprojekt gegründet hatten.

Dabei ist das Album „Sadnecessary“ erst am Dienstag in den USA erschienen. Trotzdem steht die CD in den US-Charts von Apples Online-Plattenladen iTunes schon auf Rang vier. Die 1000 Fans in New York feierten Milky Chance ausgiebig. Ein Robert schrieb bei Facebook, er sei für den Auftritt eigens aus Chicago angereist: „Das war es wert. Fantastisch.“ Auch die Kritiker sind voll des Lobes. Der amerikanische „Rolling Stone“ bejubelte Milky Chance als „einen von zehn Acts, die man kennen muss“.

Bald könnten die Pop-Aufsteiger aus Europa noch mehr Herzen in den USA erobern: Am 22. Oktober treten Milky Chance in der Late-Night-Show des Comedian Jimmy Kimmel auf. Auch dort werden sie „Stolen Dance“ spielen, das die Alternative-Charts anführt und im Radio hoch und runter läuft. Manche US-Fans wünschen sich schon, die Deutschen mögen Amerika nie mehr verlassen. Aber Kassel muss keine Angst haben. Die Jungs werden schon wieder nach Hause kommen. Schließlich stehen im Dezember weitere Konzerte in Norddeutschland an, ehe es im Januar nach Australien geht.

Zudem sind Milky Chance für die MTV Europe Music Awards des Musiksenders MTV nominiert. Einen Preis haben sie mittlerweile schon sicher: Im Januar erhalten Rehbein und Dausch in den Niederlanden den European Boarder Breakers Award. Mit dem Preis zeichnet die Europäische Kommission junge Künstler aus, die über Ländergrenzen hinweg erfolgreich sind. Milky Chance sind derzeit nicht zu stoppen.

Von Matthias Lohr

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