Pro7-Show

Was für ein Zirkus: Milky Chance bei Joko und Klaas war nicht live

Milky Chance bei Pro7 (Screenshot)

Kassel. Die Erfolgsgeschichte von Milky Chance war schon unglaublich genug, doch am Montag hat das Kasseler Pop-Duo naturwissenschaftliche Gesetze gebrochen. Denn obwohl sie derzeit in den USA unterwegs sind, wurden sie abends in der Pro-7-Show "Circus Halligalli" als Live-Act angekündigt.

Aktualisiert um 14.25 Uhr

Moderator Joko Winterscheidt hatte die Aufsteiger als Live-Act mit den Worten angekündigt: „Sie waren bei Jimmy Kimmel und haben dann eine ausverkaufte USA-Tournee gemacht. Jetzt sind sie zurück in Europa.“ Dann spielten Milky Chance tatsächlich ihre neue Single „Flashed Junk Mind“. Es schien, als seien sie am Montag im Studio in Berlin gewesen.

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In Wirklichkeit gaben Clemens Rehbein und Philipp Dausch am Montag ein Konzert in Los Angeles, im legendären Club Troubadour in West Hollywood. Der TV-Auftritt im US-Fernsehen bei Late-Night-Talker Kimmel ist erst am Mittwoch. Bei Pro 7 schien es aber, Milky Chance könnten an zwei Orten gleichzeitig sein. Und Moderator Joko nahm einfach die Geschichte der US-Tournee vorweg, die noch längst nicht zu Ende ist.

Milky Chance sind neben Cro, Marteria, Max Herre und Revolverheld für die MTV Europe Music Awards als bester deutscher Act nominiert. Abstimmen kann man nur noch hier bis Mittwoch, 18 Uhr.

In Wirklichkeit wurde der Aufritt bereits vor vier Wochen aufgezeichnet und dann in die am Montag produzierte Sendung geschnitten. Zudem war am Montag nur die eine Hälfte von Milky Chance bei „Circus Halligalli“ zu sehen: Sänger Clemens Rehbein. Beat-Bastler Philipp Dausch war am Tag der Aufzeichnung bereits in den USA. Für ihn stand in Berlin Antonio Greger am Laptop. Der Kasseler spielt bei den Live-Auftritten von Milky Chance sonst Mundharmonika. Die Kamera zeigte dann auch vor allem Rehbein und nicht seinen Kumpel auf der Bühne.

Aber ob live oder aus der Konserve: Der Auftritt der beiden Nordhessen war auch so ein Hammer. Nicht nur das Publikum im Studio war begeistert, auch bei Twitter waren Milky Chance ein heißes Gesprächsthema. Am Montagabend rangierte der Hashtag „#Milkychance“ zeitweise auf Platz sechs der Trend-Charts.

Moderator Joko verabschiedete das Duo mit einem „Thank you very much“. Als sein Kollege Klaas Heufer-Umlauf anmerkte, dass die beiden aus Deutschland seien, man also auch „Danke“ hätte sagen können, entschuldigte er sich: „Ja, aber man denkt immer…“ Genau: Der Sound von Milky Chance klingt, als käme er aus London oder New York. Deshalb werden sich manche heimischen Fans vielleicht ärgern, dass Pro 7 während des Auftritts den Satz einblendete: „Milky Chance – Kommen aus Versehen aus Kassel.“ Aber ein bisschen was ist tatsächlich dran. Der Erfolg aus Nordhessen ist ein globales Phänomen.

Von Matthias Lohr

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