Nachwuchs wurde mit Pop-Duo in Frankfurt gefeiert

Kasseler Musikschüler auf großer Bühne mit Milky Chance

+
Die Schüler der Levi’s Music School und Milky Chance: (hinten von links) Antonio Greger, Lara Pfeiffer, Clemens Rehbein, Manuel Pelecchia, Cihan Çiçek, Sebastian Schmidt. Davor Philipp Dausch und Emil Becker.

Im Herbst eröffneten Milky Chance ihre Levi's Music School in Kassel. Nun traten die Nachwuchsmusiker mit den Stars in der Frankfurter Jahrhunderthalle auf.

Kaum ein halbes Jahr Gitarrenunterricht in der Levi’s Music School in Kassel und schon auf der großen Bühne der Jahrhunderthalle in Frankfurt stehen – mit den Popstars von Milky Chance. Was für viele junge Musiker wie ein unerreichbarer Traum erscheint, das ging unter anderem für Manuel Pellecchia (21), Emil Becker (19) und Lara Pfeiffer (19) aus Kassel in Erfüllung.

Milky Chance, die Stars, die aus Kassel stammen und gerade mit ihrer „Blossom“-Tour durch die Welt reisen, halten, was sie zur Eröffnung der Music School versprochen haben: Clemens Rehbein, Philipp Dausch, Antonio Greger und Sebastian Schmidt sind nicht nur die Paten, sie unterstützen das gemeinnützige Projekt, sie setzen sich ganz praktisch für die Ausbildung des Musiker-Nachwuchses ein. „Sie waren hier bei uns im Proberaum und wir haben gejammt“, erzählt Manuel Pellecchia.

Und dann überraschte sie unlängst ihr Lehrer Cihan Çiçek mit der Einladung zum Konzert in Frankfurt. Das Beste daran: Die Schüler durften nicht nur bei dem Auftritt dabei sein, sie standen sogar beim Soundcheck mit auf der Bühne, durften einen Blick hinter die Kulissen werfen und kamen mit den Musikern ins Gespräch. „Auf so einer großen Bühne haben wir noch nie gestanden“, sagt Emil Becker und Lara Pfeiffer verrät, dass sie schon nervös war. „Aber wenn man dann seine Stimme über das Mikrofon hört, dann ist das schon krass“, sagt sie. 

Der Klang und die Atmosphäre seien ganz anders als bei ihren Auftritte auf deutlich kleineren Bühnen. Höhepunkt für die drei Schüler, die bereits einige Erfahrung in Sachen Musikmachen haben, war, dass sie mit Milky Chance einen Song spielen durften. „Ich habe es noch nicht ganz realisiert“, sagte Lara Pfeiffer nach dem Auftritt. Mittlerweile hat sie aber realisiert, was für ein besonderer Moment das war. Auch, weil sich die Schüler den Musikunterricht eigentlich nicht leisten können, doch die Levi’s Music School macht es ihnen möglich. Kinder und Jugendliche können in der ehemaligen Tofufabrik an der Wolfhager Straße kostenlos ein Instrument erlernen, bezahlt werden die Kurse von dem prominenten Jeanslabel.

Auch deshalb war für die Schüler der Traum davon, mit den Stars auf der Bühne zu stehen, vielleicht etwas weniger greifbar als für andere – doch: Er hat sich erfüllt. Obendrein gab es von Milky Chance ein dickes Lob: „Ich war beeindruckt“, sagt Clemens Rehbein. Philipp Dausch attestiert ihnen „Sicherheit auf der Bühne“. Auch Lehrer Cihan Çiçek ist zufrieden mit den Schülern, die nun wieder im Proberaum an ihren Songs basteln. Und insgeheim hoffen sie, dass ihr Traum nicht ausgeträumt ist: „Im Sommer tritt Milky Chance in Kassel auf, vielleicht gibt es eine Fortsetzung.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.