Mind the Gap-Festival (2. Tag): Alle Erwartungen überetroffen

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Turbostaat-Sänger Jan Windmeier (2. von links) mit Fans nach dem Konzert im Nordstadtpark

Kassel. Schon mit dem Freitagabend und 3000 Zuschauern bei den Konzerten von Shantel und She's all that war man im Kulturzentrum Schlachthof, das das Mind the Gap-Festival veranstaltete, sehr zufrieden. Doch der Samstag übertraf mit 4000 Besuchern alle Erwartungen. 

Glückliche Veranstalter und glückliche Bands, die sich gemeinsam über ein glückliches Publikum freuen, sind eine Rarität in der meistens von Verkaufszahlen und Einspielergebnissen diktierten Festival-Landschaft. Beim Umsonst und Draußen-Festival "Mind the Gap" in der Nordstadt war das am Wochenende anders.

Mind the Gap-Festival: Impessionen vom zweiten Tag

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Jan Windmeier, geboren in Kassel und im Alter von zwei Jahren in die Nähe von Flensburg gezogen. Heute Sänger von Turbostaat. © Ditzel/HNA
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Rotze Santos, Gitarrist von Turbostaat © Ditzel/HNA
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Tobert Knopp, Bsassist von Turbostaat © Ditzel/HNA
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Von links: Tobert Knopp (bass), Peter Carstens (Schlagzeug) und Sänger Jan Windmeier von Turbostaat © Ditzel/HNA
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Während Turbostaat auf der Bühne stehen, wird Backstage das Schlagwerk von Panteón Rcocó aufgebaut © Ditzel/HNA
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Das Publikum beim Turbostaat-Konzert © Ditzel/HNA
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Das Publikum beim Turbostaat-Konzert © Ditzel/HNA
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Michael und Marlen Kohlenberger beim Turbostaat-Konzert © Ditzel/HNA
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Hübsches T-Shirt © Ditzel/HNA
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St. Pauli-Fans gibt es überall © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Festival-Nachwuchs-Generation © Ditzel/HNA
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Festival-Nachwuchs-Generation © Ditzel/HNA
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Slacker © Ditzel/HNA
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Slackerin © Ditzel/HNA
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Slacker © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Hübsche Tasche © Ditzel/HNA
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Hübsche Tasche © Ditzel/HNA
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Hübsches T-Shirt © Ditzel/HNA
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Peter, Drummer von Turbosaat, hat einem Fan  mit seinen Drum-Sticks glücklich gemacht © Ditzel/HNA
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Turbostaat mit Turbostaat-Fans © Ditzel/HNA
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Vor der Akustik-Bühne © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Die Beiden mochten sich wirklich © Ditzel/HNA
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Trotz Kniverletzung zum Festival © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Hübsche Tasche © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Hübsches T-Shirt © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festival: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Panteón Rococó-Fan aus Gießen (kam per Mitfahrgelegenheit) © Ditzel/HNA
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Panteón Rococó © Ditzel/HNA
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Panteón Rococó © Ditzel/HNA
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Panteón Rococó © Ditzel/HNA
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Publikum während des Auftritts von Panteón Rococó © Ditzel/HNA
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Panteón Rococó © Ditzel/HNA
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Panteón Rococó © Ditzel/HNA
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Panteón Rococó ließen nicht die erwachsenen Fans sondern die Kinder auf der Bühne tanzen © Lohr/HNA
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Panteón Rococó ließen nicht die erwachsenen Fans sondern die Kinder auf der Bühne tanzen © Lohr/HNA
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Panteón Rococó © Lohr/HNA
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Mind the Gap-Festial: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Lohr/HNA
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Nach unten, nach unten, nach unten © Lohr/HNA
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Nach unten, nach unten, nach unten © Lohr/HNA
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Blick auf die Bühne vom Mischpult aus gesehen © Ditzel/HNA
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Mexikaner unter sich © Ditzel/HNA
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Am vegetarischen und veganen Essensstand, der übrigens M..jamm, M...jamm hieß © Ditzel/HNA
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Ira Atari © Ditzel/HNA
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Ira-Atari-Fan © Ditzel/HNA
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Noch mehr Ira-Atari-Fans © Ditzel/HNA
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Mind the Gap-Festial: Impressionen vom zweiten Festival-Tag © Ditzel/HNA
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Das Publikum gegen 23 Uhr am Samstagabend beim Ira-Atari-Auftritt © Ditzel/HNA
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Ira Atari © Ditzel/HNA


Schon der Freitagabend brachte die Besucher bestens in Stimmung (siehe Extra-Artikel). Am Samstag dann konnten Bands wie Turbostaat aus Flensburg, Panteón Rococó (Mexiko) und Ira Atari das ernten, was am Freitag gesät wurde. 

Die Punk-Rhythmen von Turbostaat, die am frühen Samstagabend auftraten, mögen nicht jedermanns Sache sein, doch das ist das Angenehme am Mind the Gap-Festival. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei und man lässt dem/den Anderen seine Meinung. Schließlich ist der Nordstadtpark ein weit ausladender Park, in dem auch noch anderes geboten wurde, als "nur" Musik.

Ein großes Kinderprogramm zum Beispiel, viele Info-Stände, die über gesunde Lebensweisen ebenso informierten, wie über den schonenden Umgang mit der Natur oder alternative Energien. Da konnte man sich gut zurückziehen, wenn es vorne einmal zu laut wurde.

Eine musikalische Orgie

Doch bei Panteón Rococó aus Mexiko waren alle Grenzen aufgehoben. Die politisch in Südamerika stark engagierte Band spielte ein buntes Multi-Kulti-Programm, das mit Latino-Rhythmen á la Santana begann und über Ska, Reggae, Punk und Salsa schließlich in einer musikalischen Orgie namens "La Carencia" gipfelte. Hier gelang es den elf Musikern tatsächlich, gut die Hälfte der 4000 Zuschauer zum hinknien zu bewegen "nach unten, nach unten, nach unten" um dann auf ein Kommando geschlossen "nach oben, nach oben, nach oben" zu springen. Ein Erlebnis. 

Weitere Höhepunkte ihres Sets waren eine originalgetreue  Coverversion von "Gangster" (im Original von The Specials) und der Tango "Cuando Tengas". Drei Zugaben rang das Publikum den Mexikanern ab, und es wären gewiss auch noch eine oder zwei mehr geworden, doch im Nordstadtpark drängt immer auch die Zeit. Konzerte müssen um 23 Uhr mit Rücksicht auf die Nachbarschaft beendet sein.

Elektro-Beats aus Kassel

Sind sie auch, denn genau um 22.59 Uhr endete der Auftritt der auf elektronische Musik spezialisierten Kasseler Sängerin Ira Atari. Begleitet wurde sie von Carsten Brocker (Studiomusiker bei Polarkreis 18), der die diversen elektronischen Geräte bediente. Mit Songs wie "Don't wanna miss you" und "Back to Zero" erfreute die Kasselerin, die eigentlich Ira Anika Göbel heißt, hauptsächlich Mädchen im Teenager- und Twen-Alter, die viele Texte auswendig kannten und mitsangen. 

Zum Abschluss gab es auch hier eine Coverversion: "I just died in your arms tonight", im Original vonCutting Crew aus dem Jahr 1986. Zu diesem Song dürften sich seinerzeit viele spätere Eltern der heutigen Ira Atari Fans kennen gelernt haben. 

Großes Lob für die gute Ton- und Lichtanlage. Einen Sound wie im Nordstadtpark hört man selbst bei Hallenkonzerten in dieser Klarheit nur selten. Weiter so!
(von Wilhelm Ditzel)

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