Interview: Caro Werner von Caro Kiste Kontrabass über ihr neues Album – Konzert am Freitag

„Mir gefällt Kammer-Pop“

Sie werden oft mit Kleingeldprinzessin und Wir sind Helden verglichen: Das sagen Caro Kiste Kontrabass über sich selbst. Unser Bild zeigt Alex Garbelmann, Caro Werner und Harald Bernstein (von links) bei einem Auftritt im Kulturzentrum Schlachthof. Foto: Fischer

Am Freitag erscheint das Album „In der Nähe der Zufriedenheit“ der Kasseler Band Caro Kiste Kontrabass. Dazu passend gibt es ein Konzert im Kulturzentrum Schlachthof in Kassel. Caro Werner (Gesang, Gitarre), Harald Bernstein (Kontrabass, E-Bass) und Axel Garbelmann (Cajón, Mandoline und Background-Gesang) treten ab 21 Uhr auf. Unterstützung bekommen sie von all den Gast-Musikern, die auch auf dem Album zu hören sind. Im Interview erzählt Sängerin Caro Werner vom Starten eines Versuchs.

Am Freitag erscheint das neue Album. Aufgeregt?

Caro Werner: Ja. Daran haben wir schließlich lange gearbeitet und für Caro Kiste Kontrabass ist es das erste große Album. Wir hatten im Sommer schon eine EP mit Zwischenständen aufgenommen. Aber das ist jetzt das erste längere Album mit zwölf Liedern – und Gastmusikern.

Die Gastmusiker spielen ja eine größere Rolle auf dem Album. Haben Sie sich da lange Gedanken darüber gemacht?

Werner: Als wir das Album eingespielt haben, haben wir immer wieder darüber nachgedacht, was man zusätzlich noch instrumental verändern könnte. Dann haben wir überlegt: Wen kennen wir, wer hätte Lust, das zu machen? Zusammen haben wir dann die Arrangements ausgefuchst.

Wo wurde aufgenommen, und wie lange hat die Arbeit am Album gedauert?

Werner: Aufgenommen wurde im Studio der Medienschmiede in Kassel. Angefangen hat alles vor zwei Jahren. Fertig waren wir jetzt im Januar.

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, ein Album aufzunehmen?

Werner: Wir spielen ja schon länger live zusammen. Aus dem Publikum kam dann immer mal die Frage: Hey, gibt’s euch auf CD, oder kann man das irgendwo kaufen? Und da haben wir uns gedacht, dass wir einfach mal einen Versuch starten.

Wie lange gibt es die Band denn schon?

Werner: Wir spielen seit Anfang 2009 zusammen. Aber mit dem Bassisten Harald hat es 2005 angefangen, 2009 kam dann der Axel dazu.

Wie würden Sie die Musik auf dem neuen Album beschreiben?

Werner: Mein Lieblingswort dafür ist Kammer-Pop. Es ist natürlich Pop-Musik. Aber durch die ganzen Gastmusiker mit Cello, Geige und Akkordeon hat es auch Einflüsse aus der Kammermusik. Darum gefällt mir das Wort Kammer-Pop ganz gut.

Wer hat die Texte geschrieben? Gab es die Lieder schon vorher, oder wurden sie extra fürs Album geschrieben?

Werner: Die Texte habe ich geschrieben. Das Album setzt sich komplett aus Liedern zusammen, die wir vorher schon im Live-Programm hatten. Wir haben also nichts extra neu gemacht. Wir haben die Stücke nur noch um Instrumentierungen ergänzt. Die Songs bauen wir größtenteils gemeinsam zusammen. Ich bringe einen Text mit, eine Idee, oder wir jammen zusammen, und dann entwickeln sich daraus die Songs.

Das Album sieht ja sehr künstlerisch aus. Wer zeichnet dafür verantwortlich?

Werner: Das Album hat Lina Walde illustriert. Sie studiert an der Kunsthochschule Kassel. Ich hatte sie kennengelernt, und mir gefiel, was sie macht, ganz gut. Also hab ich sie gefragt, und sie hat mitgemacht. Wir sind sehr, sehr glücklich mit dem Resultat.

Womit wird die Band am häufigsten verglichen?

Werner: Mit Kleingeldprinzessin und Wir sind Helden.

Von Jörgen Camrath

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