Martin Wenning spielte Filmmusik an der Orgel

Mission geglückt

Martin Wenning

Kassel. Schnelle Läufe, wuchtige Akkorde schickte Martin Wenning durch die Christuskirche. Es klang, wie man sich eine Toccata vorstellt - und doch überraschend. Vom italienischen „toccare“ (berühren, anfühlen) kommt der Name dieser Gattung für Tasteninstrumente. Besonders im Barock wurde sie gepflegt. Hier pirschte sich ein unbarocker Eindringling an: Musik aus „Pink Panther“.

Der Engländer Gary Sieling hat diese spaßige Kreuzung einer Toccata mit dem rosaroten Panther ausgeheckt. Der Kasseler Organist Martin Wenning holte sie bei der Reihe „Ein paar kleine Nachtmusiken“ aus dem Gehege. Ein vergnügliches Konzert mit Filmmusik auf der Orgel.

Wenning, auch kompetenter Bearbeiter einiger Stücke, setzte zum Krieg der Sterne an, ließ die Titanic untergehen und erfüllte seine keinesfalls „unmögliche Mission“ (den Gruß an Tom Cruise gab’s auch) auf eine Weise, die von 160 Zuhörern mit mächtigem Beifall belohnt wurde. Als Hommage an Sherlock Holmes erklang ein Soundtrack zu einem imaginären Stummfilm - mit Pfarrer Ralf Gebauer als munterem Erzähler.

Auch Bachs berühmte Toccata und Fuge d-moll BWV 565, von Walt Disney und anderen in Filmen benutzt, stand auf dem Programm. Was manche überraschen dürfte - und sich bei Wikipedia rasch nachlesen lässt: Einige Forscher bezweifeln, dass das Stück von Bach ist. Aber das ist ein anderer Film, eine andere Geschichte.

Von Georg Pepl

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