Die Martinskantorei führt die Matthäuspassion auf

Akt des Mitleidens

Eckhard Manz Foto: Koch

Kassel. Die Kantorei St. Martin setzt ihre Auseinandersetzung mit den Passionen Johann Sebastian Bachs fort. Im vergangenen Jahr hat Eckhard Manz mit seinem 60-köpfigen Chor die späte Fassung der Johannespassion aufgeführt. Am Sonntag, 25. März, folgt nun die Matthäuspassion. Für Manz „das oratorische Hauptwerk für jeden Chor“, das Manz mit der Kantorei in strenger Doppelchörigkeit aufführen wird, um das dialogische Prinzip des Werks zu verdeutlichen. Den Choral beim Eingangschor wird der Unterstufenchor des Engelsburg-Gymnasiums singen.

Steht bei der Johannespassion die siegreiche Überwindung des Todes im Mittelpunkt, so stellt die Matthäuspassion das Leiden und die innere Beteiligung im Mitvollziehen des Leidens Jesu in den Vordergrund. Für die Betrachtung des Geschehens und die Trauer in der Ich-Form sind Raum und Ruhe nötig - beides soll die Aufführung schaffen, aber auch die Dramatik des „Kreuzige!“ zeigen.

Dass bei der Kantorei „auf technisch sicherem Grund“ die Möglichkeiten der Differenzierung stetig gewachsen sind, attestiert Manz seinem Chor. Begleitet wird er vom Orchester St. Martin Barock auf historischen Instrumenten. Als Solisten sind zu hören Traudl Schmaderer (Sopran), Christiane Bassek (Alt), Sebastian Hübner (Tenor), Jens Hamann (Bass) und Raimund Nolte (Bass/Christus).

Sonntag, 25. März, 17 Uhr, Martinskirche. Vorverkauf: Bauer & Hieber, Tel. 05651/ 91 88 861, Buchhandlung St. Elisabeth, Tel. 0561 / 700 41 20, Musikbüro St. Martin, Tel. 0561/ 97 09 243.

Von Werner Fritsch

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