Mitreißend: Charlie Musselwhite und Blues Blend im Theaterstübchen

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Einer der weltbesten Mundharmonika-Spieler: Charlie Musselwhite.

Kassel. „So muss es sein!“, frohlockte Theaterstübchen-Macher Markus Knierim angesichts seines proppenvollen Clubs am Freitagabend. Blues Blend aus Frankfurt und zweifellos Charlie Musselwhite plus USA-Band waren die Verursacher des Besucherandrangs.

Damit darf man auch rechnen, wenn eine lebende Legende auf dem Spielplan steht.

Mit eher traditionellem, jazzbeeinflusstem Roots-Blues hatten die fünf technisch versierten Musiker von Blues Blend den Boden bereitet für den Star des Abends, der sich sympathischerweise nicht als solcher gerierte.

Nachdem Stehbass und Vollresonanz-Klampfe gegen Brettgitarren ausgetauscht waren, ließen Musselwhite und seine drei Sidemen ab dem ersten Ton nicht den geringsten Zweifel daran, wohin die Reise mit ihnen gehen würde. Kraftvoll treibender elektrischer Bluesrock in einer transparenten, nie zu lauten Soundabmischung ließen das Konzert zu einer akustischen Delikatesse für das begeisterte, immer wieder mit Zwischenapplaus reagierende Publikum geraten.

Der mehrfach Grammy-nominierte Musselwhite intonierte seine Songs wie etwa „Sad and beautiful world“ mit besonders in den Höhen kraftvoller Stimme. Highlights waren jedoch seine eindringlichen und ausgefeilten Bluesharp-Soli - wen wundert’s, gilt er doch als einer der weltbesten Mundharmonika-Spieler.

Aus einem Alukoffer holte er das jeweils passende Instrument hervor. Mit seinem kongenialen Partner an der E-Gitarre, Matt Stubbs, spielte Musselwhite sich wie selbstverständlich die Bälle zu. Das ständig pulsierende Fundament lieferten Drummer June Core und Mike Phillips am Bass. Mit einem Slow Blues als Zugabe wurde das höchst zufriedene Publikum verabschiedet.

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