Zehntägiges Festival in Hann. Mündens Altstadt

Moderne Kunst in altem Gemäuer

Hintern voll Geld: Daniel Castigliones Skulptur ist aus Cent-Münzen geschweißt. Foto: rud

Hann. Münden. Ein wohlgeformter Frauenkörper kann die Blicke auf sich ziehen – zumal, wenn er aus Geldstücken zusammengeschweißt ist. So soll durch die Skulptur von Daniel Castiglione während des Denkmal-Kunst-Festivals in Hann. Münden auch der Hof hinter dem barocken Fachwerkhaus „Kohlen-Hesse“ neue Aufmerksamkeit bekommen.

Besonderheit der zehntägigen Ausstellung, die heute um 16 Uhr in der St.-Blasius-Kirche von dem belgischen Kunsthistoriker und documenta-IX-Leiter Jan Hoet eröffnet wird, ist genau das: Durch die Verbindung beider Säulen, auf denen das Festival ruht, zum einen außergewöhnliche Werke internationaler Künstler zu zeigen und zum anderen die kunstvolle Welt des Fachwerks zu erschließen, alte Gemäuer, tiefe Kellergewölbe und sogar den Dachboden einer Kirche zu öffnen, die sonst nicht zugänglich sind.

„Wir wollen die Denkmäler auf hohem Niveau bespielen und Leben in die Innenstadt bringen“, sagt der Mündener Bernd Demandt, der zusammen mit Uta von Schenck das Festival in privater Initiative bereits zum zweiten Mal organisiert. Denn wenn historische Gebäude jahrelang ungenutzt blieben, drohe irgendwann der Abriss. 53 zeitgenössische Künstler werden nach Münden kommen, um an 21 stimmungsvollen Orten ihre Werke zu zeigen. Begleitend gibt es Musik, Tanz, Theater und Literatur in 61 Abendveranstaltungen. (rud)

Die Ausstellungsorte in der Mündener Altstadt sind von 3. bis 11. Oktober täglich, 11 bis 18 Uhr, geöffnet. www.denkmalkunst-kunstdenkmal.de

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