Neu im Kino: Sex & Drugs & Rock ’n’ Roll mit Russell Brand in „Männertrip“

Im Moloch der Musik

Rocker in der Schaffenskrise: Russell Brand als Musiker Aldous Snow in „Männertrip“. Foto: Universal

Die Beziehungskomödie „Nie wieder Sex mit der Ex” hat trotz ihres beknackten deutschen Titels ein großes Publikum erheitert. Zum Liebling avancierte der exzentrische Musiker Aldous Snow, dargestellt vom nicht minder exzentrischen britischen Comedy-Star Russell Brand. Nun widmet sich ein kompletter Film dem abgehalfterten Rocker mit der schwarzen Mähne.

Einst füllte Aldous Snow die großen Arenen, seine Platten gingen weg wie warme Semmeln. Dann wollte sich der Rocker in einer Schaffenskrise neu erfinden. Das beispiellos überambitionierte Werk „African Child“ versetzte der Karriere den Todesstoß. Nun naht das Jubiläum eines legendären Snow-Konzertes im „Greek Theatre“ von Los Angeles.

Auftritt Aaron Green (Jonah Hill): Der eingefleischte Aldous-Snow-Fan und Mitarbeiter einer Plattenfirma macht den Vorschlag, den gefallenen Star pünktlich zum Jahrestag zu reaktivieren. Der cholerische Label-Chef Sergio Roma (Sean Combs) schickt Aaron höchstpersönlich nach London, um Snow ins „Greek“ zu schleifen. Leichter gesagt als getan. Grundsätzlich ist der Musikant gewillt, seine Fans zu beglücken. Aber auf dem Weg zum Comeback warten so viele verführerische Flaschen darauf, geleert zu werden. So viele hübsche Groupies wollen immer nur das eine. Der unschuldige Aaron ist plötzlich mittendrin im Moloch aus Sex and Drugs and Rock ’n’ Roll …

Produzent Judd Apatow hat mit „Superbad“ oder „Beim ersten Mal“ den Ruf eines Komödienspezialisten erworben. Auch „Männertrip“ weist alle Stilelemente auf, die die Apatow-Filme erfolgreich machten. Unglaublich peinliche Szenen und Zwerchfellattacken wechseln einander ab, die Schauspieler sind sich für nichts zu schade. Trotzdem entfaltet das Ganze einen unbestreitbaren Charme. In erster Linie ist das Hauptdarsteller Brand zu verdanken, dessen Werdegang erstaunliche Parallelen zum ausschweifenden Leben seiner Figur aufweist. Mit einem gewaltigen Unterschied: Der charismatische Chaot hat sich konsequent aus dem Drogensumpf befreit und avancierte binnen kürzester Zeit zum gefragten Schauspieler.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!!!:

www.hna.de/kino

Von André Wesche

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