Money, der Held: Kritik zum Bodensee-Tatort

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"Schön am „Tatort“ ist ja auch, dass wir Zuschauer regelmäßig informative Einblicke in fremde Lebenswelten erhalten. Manchmal kann man richtig was lernen." HNA-Kulturredakteur Mark-Christian von Busse über den Bodensee-„Tatort“:

"Im gestrigen Fall vom SWR, „Schmuggler“, lag der Reiz im Kontrast von reichen Schnöseln, die ihr Schwarzgeld über die Grenze schaffen, und Zollbeamten, die so sehr knapsen müssen, dass sie verführbar sind für Vorteilsannahme und Bestechlichkeit. Einerseits die Fantasie, Bares versteckt einzuschleusen, und sei es in der Bibel (Kassels Ex-Theaterintendant Christoph Nix in einer Mini-Rolle). Dann die Kontrolleure, die finanzielle Klemmen anfällig machen können für Korruption.

Leo P. Ard und Birgit Grosz (Buch) sowie Jürgen Bretzinger (Regie) fächerten das Geschehen am Zoll fein auf - wenngleich die Begünstigung durch den Chef allzu erwartbar war.

In bewährter Manier ermittelten Eva Mattes und Sebastian Bezzel als eingespieltes, aber nicht immer harmonisches Team Blum/Perlmann. Eigentlicher Held aber war Spürhund Money, der Schmugglern keine Chance ließ. All das vor gewohnt stimmungsvollen Bodensee-Bildern. Nur die neue Assistentin mit ihrem Effektivitäts- und Sparfimmel nervte. Sie war hanebüchen.

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