Mozart wäre entzückt: „Die Zauberflöte“ für Kinder

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Dies Bildnis ist bezaubernd schön: Saskia Schulz als Pamina (Foto links). Rechts Rebekka Hottenrott als Papageno (links) im Duett mit Paula Kaiser als Tamino. Fotos: Ammermüller

Kassel. „Das klinget so herrlich, das klinget so schön!“ - der Chor in der Zauberflöte hat damit nicht übertrieben, als er am Samstag und Sonntag die beliebte Oper von Wolfgang Amadeus Mozart in einer aufwendigen Inszenierung aufführte.

Mit rund 50 Mitwirkenden, die sich aus den Kinderchören Zionissimo (Leitung Christine Spuck), den Kirchenspatzen (Leitung Christine Schlein) sowie dem Kinderchor der Herkulesschule (Leitung Katja Rohland) zusammensetzen und den Solisten, größtenteils Schüler der Gesangslehrerin Diana Kettner, entstand ein ehrgeiziges Projekt, welches die Oper zu einem Ohren- und Augenschmaus für Groß und Klein machte.

Es dreht sich alles um die Liebe, dem Höchsten der Gefühle. Ihr folgen der Prinz Tamino (Paula Kaiser) und der schwatzhafte Vogelfänger Papageno (Rebekka Hottenrott). Sie wollen die Prinzessin Pamina, Saskia Schulz aus dem Palast des Königs Sarastro (Philipp Imhof) befreien. Doch dieser hält sie nur zu ihren eigenen Schutz dort gefangen, denn ihre Mutter, die Königin der Nacht (Alexandra Koschinsky), ist böse.

So stellt Sarastro den beiden mehr oder weniger mutigen jungen Männern drei Aufgaben, die sie zu bestehen haben, um am Ende ihre Geliebte nach Hause führen zu dürfen. Und natürlich siegt am Ende die Liebe, Tamino und Pamina sind vereint sowie Papageno und seine Papagena, Carolin Claus.

Die große Herausforderung dieses ehrgeizigen Projektes bestand in der Zusammenführung der großen Altersspanne aller Beteiligten zwischen drei und 24 sowie dem Spielort, dem Kirchenraum der Adventskirche.

Unter der Regie von Wiebke Lange ist der Spagat gelungen und eine Inszenierung entstanden, die sich sehen lassen kann. Getragen wurde die Oper durch die herausragenden Stimmen der Solisten, welche selbst die Herausforderungen der schwierigen Stücke mit Bravour meisterten. Liebevolle Details als Requisiten, welche die Kinder der Chöre hochhielten, nahmen Bezug auf das Geschehen der Großen. Die Fläche der Kirche wurde optimal genutzt durch zwei hohe Klappleitern, auf welche die Solisten stiegen, wenn sie sangen. So konnten sie nicht nur gut gehört, sondern auch bestens gesehen werden. Begleitet wurden alle Sängerinnen und Sänger am Flügel von Katja Rohland und Christine Spuck.

Auch der Humor, der bei Mozart nicht fehlen darf, kam hier nicht zu kurz. Dafür sorgte der kurzfristig als Erzähler eingesprungene Musiker und Comedian Martin Lüker. Mit Witz und einem Augenzwinkern setzte er die Zuschauer über das Geschehene ins Bild.

Am Ende gab es begeisterten und wohlverdienten Applaus für alle Beteiligten - Mozart wäre entzückt.

Von Kirsten Ammermüller

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