Museum in Ziegenhain zeigt Maler der Schwalm aus 100 Jahren

Pracht der Tracht: Emil Beithans Brautjungfer mit „Ellerleuten“ (Ausschnitt).

Schwalmstadt. „100 Jahre Maler in der Schwalm“: Zu seinem 100-jährigen Bestehen zeigt das Museum der Schwalm in Ziegenhain eine durchaus repräsentative, sehenswerte Auswahl von Kunstwerken, die in der Malerkolonie Willingshausen und in den benachbarten Dörfern entstanden sind.

Die 50 Werke - zumeist Gemälde - stammen aus dem Fundus des Museums, das mit der Schau auch seine renovierten Ausstellungsräume vorstellt. Von A wie Karl Armbrust bis Z wie Wolfgang Zeller stammt die Bandbreite. Zu den Höhepunkte zählen Arbeiten des größten Malers der Schwalm, Carl Bantzer (1857-1941), der mit fünf Bildern vertreten ist, darunter einem „Sägeschärfer im Wald“ und einem Porträt: „Bauer Pohl aus Merzhausen“.

Hervorragendes ist auch von Emil Beithan (1878-1955) zu sehen, eine „Dorfszene in Schrecksbach“ beispielsweise, sowie von Karl Mons (1890-1947). Die von Mons bemalte Ehrenscheibe der Schwälmer Schützenvereine zeigt, wie die Maler am geselligen Leben teilhatten - auch Mons hat geschossen. In die ausdrucksvollen Gesichter der Männercharaktere seiner Abendmahlsdarstellung kann man sich lange vertiefen. Bei Inge Stein-Wieses (1910-1966) „Schwälmer Spinnstube“ zieht die alte Frau im Zentrum den Blick auf sich.

Nicht fehlen dürfen der „Gänse-Lins“ genannte Maler Adolf Lins (1856-1927) mit seinen Lieblingstieren am Bach und der Maler und Grafiker Vincent Burek (1920-1975), der bevorzugt die Technik des Linolschnitts nutzte. Das Spektrum reicht bis zum 1967 geborenen Michael Lampe, Inhaber des Stipendiums, mit dem Willingshausen an die Tradition der Malerkolonie anknüpft.

Bis 30.12., Paradeplatz 1, Di bis So 14-17 Uhr und n.V., Tel. 06691/3893, www.museumderschwalm.de Im Faltblatt mit den Werktiteln sind knappe Biografien der Maler aufgeführt.

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