Musical auf dem See: Wie der Müllerssohn mutig wurde

Engagiert: Oliver Doerr (von links), Michael Fajgel, Julia Wagner und Peter Zypries vom Brüder-Grimm-Festival. Foto: Fraschke

Kassel. Beim Brüder-Grimm-Festival wird in Kassel das Musical „Der gestiefelte Kater" aufgeführt - Premiere am 21. Juli

Lediglich einen Kater hat der Müllerssohn von seinem Vater vererbt bekommen. Aber der erste Frust über das haarige Vermächtnis weicht schnell - denn das Tier ist schlau und verspricht ihm Unterstützung. Wie das gelingt, haben die Brüder Grimm einst in ihrem Märchen „Der gestiefelte Kater“ aufgeschrieben, Michael Fajgel gibt der Geschichte in seiner Bühnenfassung nun noch einen ziemlich anderen Dreh. Als Musical und Höhepunkt des Brüder-Grimm-Festivals ist sein Märchenstück diesen Sommer an 30 Spieltagen auf der Seebühne im Park Schönfeld zu erleben. Premiere ist am 21. Juli.

Bei der Vorstellung des Projekts wies Fajgel auf die Botschaft des Familienstücks hin: Es geht darum, mutig zu sein und an sich selbst zu glauben. In seiner Fassung wird eine Zauberin für nicht unerhebliche Herausforderungen sorgen - und sicher auch ein paar echte Tricks zeigen.

Mit einer vierköpfigen Live-Band unter Leitung von Harry Stingl und Choreografien von Loreen Fajgel wird das Stück mit Popsongs - zum Teil umgedichtet auf deutsch - angereichert. Es geht von den Dire Straits über Gloria Gaynor und Queen bis zu den Fine Young Cannibals.

Die zehn mal zehn Meter große schwimmende Seebühne wird von Oliver Doerr in ein Märchenschloss verwandelt, Drehbühne für einen Perspektivenwechsel inklusive. Auf dem Fußweg zwischen Bühne und den Zuschauerrängen wird ebenfalls gespielt, dafür ist extra in Mühlhausen eine echte Kutsche gekauft worden.

Im vergangenen Jahr kamen knapp 14.000 Besucher zum Musical, in der nunmehr neunten Saison und am dritten Spielort des Märchenmusicals zeigt sich der Vorsitzende des Vereins Brüder-Grimm-Festival, Peter Zypries, zuversichtlich. Der Kartenvorverkauf ist gut angelaufen, in acht Tagen sind 1500 Tickets weg. Die Ticketpreise sind stabil geblieben, eine Familienkarte etwa kostet je nach Kategorie 55 oder 62 Euro. Das Budget liegt bei 300.000 Euro.

Das Festival bietet zudem ein buntes Programm im Park. Auch einen Biergarten wird es wieder geben, wie im Vorjahr wird man mit dem Staatstheater-Gastronomen Stephan Briggl zusammenarbeiten.

21. Juli bis 21. August, Vorverkauf: Theater im Centrum, Akazienweg 24, 0561-7018722 und unterwww.brueder-grimm-festival.com

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