Die Musicalrevue "Hab’n Sie nicht ’nen Mann für uns?"  feierte Premiere 

Auf der Suche nach dem Traumprinzen: Michelle Donner (links) und Maren Reimann singen sich durch endlos viele Datingpannen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Die beiden Freundinnen Michelle (Michelle Donner) und Maren (Maren Reimann) sind verzweifelt. So sehr, dass sie im Verlauf der Schlagerrevue auch dem Publikum die titelgebende Frage stellen: „Hab'n Sie nicht 'nen Mann für uns?".

Nichts wird unversucht gelassen, von Kontaktanzeigen über Speeddating bis hin zur Bewerbung bei Kuppelshows. Die klischeebeladene Suche nach dem Traummann ist die Rahmenhandlung für eine kurzweilige, wenn auch leicht überfrachtete Reise durch die Schlagergeschichte in der Komödie Kassel.

Dabei setzt Regisseurin Sina Selensky auf das Erinnerungsvermögen der Zuschauer und nostalgische Verklärtheit, um all die kleinen Anspielungen erkennen zu können. Etwa wenn sich Michelle ins Jahr 1976 zurückwünscht, in dem ihre Eltern die Liebe fanden, und plötzlich das „Bett im Kornfeld“ besungen wird.

Noch weiter in die Vergangenheit geht es nach dem missglückten Blinddate mit Proll Kevin (Marcus Pickel). Da verwandelt sich das Straßencafé ins „Café Oriental“, in dem auch die „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“ auftritt. Beim Speeddating trifft Michelle dann Udo Lindenberg (Christian Hamann), bevor sie ihr Herz in der Schwarzwaldklinik verliert. Freundin Maren hat zwar die besseren Sprüche, aber noch weniger Glück beim Daten. Doch auch sie bleibt am Ende, wie zu erwarten, nicht allein.

Zwischendurch werden immer wieder mitunter derbe Einspieler und Sketche gezeigt. Da sorgt sich dann die Mutter um Michelles Glück und eine Inga Brause moderiert plötzlich „Bauer braucht Frau“. In kleinen Sketchen ist die Familie Klimbim zu Gast und beim Lingeriekauf gibt Maren Reimann, recht gelungen, Christina Aguilera in „Lady Marmelade“.

Dabei wird auch das Publikum immer wieder mit einbezogen. Besonders viel Begeisterung löste die, viel zu kurze, Adaption der Fernsehsendung „Erkennen Sie die Melodie?“ aus. Aber auch sonst wurde, wie gewünscht, viel mitgeklatscht und mitgesungen. Bei „Ein Festival der Liebe“ erhoben sich die etwa 160 Premierengäste von ihren Plätzen und tanzten und schunkelten, wenn auch etwas verhalten, mit.

Die Komödie zeigt „Hab’n Sie nicht ’nen Mann für uns?“ noch bis zum 14. Mai regelmäßig. Tickets gibt es auf www.komoedie-kassel.de und unter 0561/18383.

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