Musik, die jung hält: Flashback mit Sechzigerjahre-Hits im Theaterstübchen

Charme und Temperament: Flashback mit (von links) Burkhard Mai, Hans Röse, Siggi Gröschl (hinten am Schlagzeug) und Herbert Brylla. Foto: Malmus

KASSEL. Als sich in den 1960er- Jahren die Beatmusik ausbreitete, erschien sie vielen Eltern wie ein Heuschreckenschwarm, der sich auf die Werte von Familie und Gesellschaft stürzte. Heute lächelt man darüber. Viele von denen, die in dieser Zeit Jugendliche waren, sorgten am Montag für ein proppenvolles Theaterstübchen. „Letzten Montag lag der Altersdurchschnitt hier um die 20, heute liegt er um die 60 Jahre“, sagte Theaterstübchen-Chef Markus Knierim, als er die nordhessische Formation Flashback ankündigte.

Das Motto der Band: „Back to the Sixties“. Und das mit Schwung, Schmackes und kleinen Anekdoten aus der Zeit, in der man „im Übungskeller den Beat erfand“, wie Sänger und Frontmann Hans Röse sich schmunzelnd erinnerte. Wie er sind auch seine Bandkollegen Burkhard Mai (Bass/Keyboard), Siggi Gröschl (Schlagzeug) und Herbert Brylla (Gitarre/Keyboard), der erst seit Kurzem mitmischt, alle in einem Alter, in dem man Enkel auf den Knien schaukelt.

Doch die Musik hält sie jung. Die Musik, das waren an diesem Abend Goldies aus den Sechzigern. Stücke wie „I’m A Believer“ (The Monkeys), „Sweets For My Sweet“ (The Searchers), „Pretty Woman“ (Roy Orbinson), B. B. Kings „Stand By Me“, „With A Girl Like You“ (The Troggs), „Satisfaction“ (Rolling Stones), um nur einige zu nennen, denn das Repertoire von Flashback füllt mühelos drei Stunden.

Die Musik und die Gesangsstimme von Hans Röse kamen prächtig rüber, verströmten den Sound und den Charme der Sechziger.

Im Auditorium füllte sich rasch die Wanne der Erinnerungen. Ausgiebig wurde darin gebadet. Viele Stücke wurden schon bei der Ansage gefeiert und dann mitgesungen. Gefühlskürzel wie „Ach ja! Weißt du noch?“ oder „Wenn ich daran denke ...“ schwebten durch den Club. Einige tanzten auf engstem Raum. Auch Nummern aus der Kuschelecke fehlten nicht: „A Whiter Shale Of Pale“ von Procol Harum – wie es sich gehört mit Orgelbegleitung. Riesenapplaus, Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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