Das Abschlusskonzert der Nordhessischen Kindermusiktage verband Klingendes mit Zahlenspielereien

Mit Musik macht Rechnen Spaß

Denksport mit Musik: Kinder der Klasse 3 c der Schule am Wall mit Studenten und dem Vogler-Quartett. Foto: Herzog

KASSEL. Indische Kühe, arabische Kamele, dazu Bach, Mozart und sogar eine gewürfelte Sieben: Das Abschlusskonzert der 8. Nordhessischen Kindermusiktage, das am Donnerstagabend in der mit quirligen Kindern, Eltern, Lehrern und Musikfreunden voll besetzten Eingangshalle der Eon Mitte stattfand, war an Vielfarbigkeit erneut kaum zu überbieten.

Diesmal ging es um das Thema „Musik und Mathematik“. Doch nicht trockene Musiktheorie stand auf dem Programm, sondern lebhafte Beiträge, die in langer Vorarbeit nach dem Prinzip „Große für Kleine“ in Schulen entstanden waren.

Den stärksten Eindruck hinterließ gleich der erste Programmpunkt. In Zusammenarbeit von Studenten der Uni Kassel (Schlagzeug und Konzeption), Drittklässlern der benachbarten Schule am Wall und dem Vogler-Quartett wurde eine indische Denksportaufgabe von sich regelmäßig vermehrenden Kühen in Musik umgesetzt. Ein Stück von Tom Johnson stand dabei Pate.

Mit einer Mischung aus großer Konzentration und inneren Freude gingen die Grundschüler, deren Familien aus zahlreichen Ländern stammen, mit verschiedenen Schlaginstrumenten ans Werk.

Für Grundschüler ihrer Stadt hatten Gesamtschüler aus Zierenberg ein kleines Theaterstück erdacht. Hauptperson war Mozart, dem - welch seltener Fall! - einmal keine Melodie einfiel. Mithilfe eines Würfelspiels, das ihm im Traum erscheint, gelang es dann doch. Ganz anders dann eine Gruppe von 14 Schülern der Waldorfschule, die „Contrapunctus I“ aus Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ in die Bewegungskunst Eurythmie umsetzten.

Zum Ende dann wieder munteres Treiben. Die Zuschauer fanden sich in Arabien wieder, wo ein Rechenkünstler die Lösung für ein schwieriges Erbe fand. 35 Kamele sollten drei Söhnen zufallen. Wie gut, dass der verstorbene Vater nicht rechnen konnte. Die Filmmusik dazu stammte von einem Musik-Leistungskurs des Friedrichsgymnasiums, der sich mit arabischer Musik beschäftigt hatte. Das Vogler-Quartett machte die Reise in den Orient gern mit.

Von Johannes Mundry

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