Baktasch Negahban alias Backy singt von Mut und Hoffnung

Der Musik-Netzwerker

Hat das Video zu „Alles wird gut“ in Kassel gedreht: Baktasch Negahban alias Backy. Foto: nh

Kassel. Als hätte er es geahnt, hat der Kasseler Sänger Backy seine neue Single „Alles wird gut“ betitelt. Backy, das ist der Künstlername von Baktasch Negahban, 27 Jahre alt, gebürtiger Kasseler und Musiker von klein auf. Ursprünglich wollte er „Alles wird gut“ im Sommer veröffentlichen, einen souligen R&B-Song mit HipHop-Einlagen über Mut und Hoffnung, aufgenommen mit zwei Frankfurter Rapsoul-Sängern.

Doch ein ehemaliger Kasseler Musikerkollege warf ihm Urheberrechtsverletzung vor, stoppte die Veröffentlichung und ließ das Video auf YouTube sperren. „Das war nicht schön, aber eine gute Erfahrung“, erzählt Baktasch Negahban heute. Die Auseinandersetzung kam bis vor das Landgericht, schließlich zog der ehemalige Kollege die einstweilige Verfügung zurück. So wurde der Song Ende Oktober doch noch veröffentlicht und kletterte bei Music- load.de in den Download-Charts bis auf Platz 47.

Das Gerichtskapitel ist abgeschlossen, jetzt soll es richtig losgehen für den Kasseler mit der weichen Stimme, die an Xavier Naidoo erinnert. Für Januar plant er die zweite Single, im Frühjahr 2011 soll das Album erscheinen.

Entspannt sitzt Backy im eigenen Studio im Haus seiner Eltern in Lohfelden. Mischpult, Klavier, Aufnahmekabine, abgedämpft durch eine genoppte Schaumgummimatte an den Wänden: Das ist Backys Reich, in dem er schon mal bis zu zehn Stunden an neuen Stücken bastelt. „Es ist unbeschreiblich, wenn am Klavier aus ersten Akkorden und Melodien ein neues Baby entsteht“, sagt er.

Bereits als Kind hat er Gesangsunterricht genommen, spielte er in der Schulband und komponierte Lieder. Seine musikalische Karriere treibt der 27-Jährige mit den afghanischen Wurzeln akribisch voran. Mit dem Medienmanagement-Studium in Bad Sooden-Allendorf baut er sich aber ein zweites Standbein auf.

In den Musik-Olymp hat er es nämlich noch nicht geschafft. Viel trennt ihn von der ersten Liga der Popbranche aber auch nicht. Er hat bereits mit Moses Pelham und Methaphysics von den Söhnen Mannheims zusammengearbeitet. Zuletzt stellte er mit den Rapsoul-Kollegen „Alles wird gut“ vor dem Boxkampf von Mohammad Rasuli in Niestetal vor.

„Der Weg ist steinig, aber ich glaube daran, dass es klappt“, erzählt Backy. Kontakte knüpfen, netzwerken, mit bereits renommierten Kollegen kooperieren – wem der schnelle Erfolg in Castingsshows zuwider ist, muss sich langsam hocharbeiten.

Und investieren. Das Video zu „Alles wird gut“, mit Drehorten vor der JVA Wehlheiden und der Uni, verschlang mehrere tausend Euro und könnte von seiner Qualität her auf den Musikstationen rotieren. Backy macht sich einen Namen und hat jüngst bei Reggaemusiker Gentleman für eine Zusammenarbeit angefragt. Im nächsten Jahr könnte auch das klappen.

Von Stefan Morisse

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