Ausnahmebassist Hellmut Hattler mit Band im Schlachthof

Musik ohne Namen

Klasse Musik mit bunten Videos: Sängerin Fola Dada streichelte die Töne, während Bassist Hellmut Hattler die Songs antrieb im ausverkauften Schlachthof. Foto: Socher

Kassel. Auf der Großbildleinwand im Kulturzentrum Schlachthof wechselten leuchtende Farben mit symbolischen Motiven - ein explodierendes Herz, das viele kleine Herzen in den Weltraum schickt, eine blau leuchtende Erdkugel. Videokunst und Musik verschmolzen am Dienstag beim ausverkauften Konzert von Ausnahmebassist Hellmut Hattler zu einer einzigartigen Atmosphäre.

Die Besucher beeindruckte beides nachhaltig. Kein Wunder: Ausgezeichnete Musiker hat der durch die Kultband Kraan und das Zwei-Mann-Projekt Tab Two bekannt gewordene Künstler mitgebracht. Zum Beispiel den Ausnahmegitarristen Torsten de Winkel, der in den USA mit Größen wie Billy Cobham und Pat Metheny gearbeitet hat und an diesem Abend sowohl als Bandmusiker wie auch als Solist auf der akustischen Gitarre faszinierte.

Auch Schlagzeug-Elektroniker Oli Rubow erhielt viel Lob. „Wie Oli elektronische Quellen mit menschlichem Herzschlag verbindet, ist unglaublich“, meinte Hattler. Ebenfalls eine wichtige Rolle in seinem Bandprojekt spielt Sängerin Fola Dada, die sonst für RTL Casting-Kandidaten betreut.

Ihre streichelnde Stimme steht nicht im Mittelpunkt, sondern fließt in zumeist lang gezogenen Tönen durch die Klangszenarien. Hattler hat es so vorgesehen, denn die Kompositionen und auch Gesangslinien stammen wie üblich aus seiner Feder.

Die Musik kommt als Einheit mit suggestiver Wirkung rüber. Verträumt schwebende Stimmungen werden vom druckvoll antreibenden Bass und Schlagzeug kontrastiert. Hattler, könnte man sagen, macht jetzt psychedelischen Pop mit einem coolen Clubsound. Richtig auf den Punkt kann es nicht einmal der Meister selbst bringen. „Wir brauchen einen Namen für diese Musik.“ erzählte er lachend. Wem etwas einfalle, der solle sich bei ihm melden nach dem Konzert.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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