Gute Laune im Theaterstübchen: Lisa Wahlandt und das Trio Elf gastierten in Kassel

Musik als ein Wohlfühlprogramm

Kassel. Lisa Wahlandt hat schon fast alles mal gesungen. Musical, Schlaflieder, Schlager, Chanson. Diesmal präsentierte die Niederbayerin ein coverlastiges Wohlfühlprogramm im Theaterstübchen. Auch in familiärer Atmosphäre ließ es sich nett musizieren.

Wahlandt ist mit dem Trio Elf auf Tour. Gemeinsam flanieren sie mit Eleganz über ein farbenfrohes Dreieck zwischen Pop, Jazz und Bossa nova. Dass sie nicht im Nebel der Belanglosigkeit verloren gehen, liegt an der Sensibilität, mit der man arrangiert und interpretiert.

Die kreative Neubereifung, mit der man Chart-Limousinen wie „Kiss“ ( Prince), „Billy Jean“ (Michael Jackson) und „Umbrella“ (Rihanna) über komplizierte Jazzharmonik steuerte, erwies sich als gute Wahl. Mit den deutschsprachigen Kompositionen „Die Lorelei“ und „Mein Mann ist verhindert“ kam man allerdings nicht aus der Parklücke. Text und Musik wirkten wie Fremdkörper, und auch gesanglich verkaufte sich Wahlandt unter Wert. Das machte sie bei dem brasilianischen Songmaterial mehr als wett.

Geschmeidige Gesangslinien, filigrane Improvisationen und die perfekte Synchronisation mit dem Spiel des Pianisten Walter Lang veredelten einen Stil, der leicht klingt und schwer zu lernen ist. Mit Gerwin Eisenhauer saß ein Könner am Schlagzeug, der, wie Bassist Sven Faller, immer alles überblickte. Kräftiger Applaus für ein Konzert, das dem schlechten Wetter den Finger zeigte.

Von Andreas Köthe

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