Das Duo Trekel-Tröster überzeugt in der Musikakademie

Musikalischer Glühweinersatz

Michael Tröster

Kassel. Auch wenn es am Samstagabend im Saal der Musikakademie Kassel keine Getränke gab, konnten sich die Zuhörer über einen musikalischen Getränkeersatz freuen. Anstelle von Glühwein wurden für die 50 Konzertbesucher musikalischer Wein und musikalisches Wasser in Form des Stückes „Aqua e Vino“ von Egberto Gismonti gereicht.

Ein Duo, bestehend aus Steffen Trekel und Michael Tröster, hatte unter dem Motto seiner aktuellen CD „North to South“ zu einer Reise gen Süden eingeladen. Auch wenn Mandolinist Steffen Trekel bei der Gismonti-Komposition nicht fehlerlos blieb, bot das Ensemble doch ein Konzert von internationalem Niveau.

Insbesondere Michael Tröster (Gitarre) zeigte sein enormes technisches Können. Unwiderstehlich, wie der Dozent der Musikakademie auch die virtuoseren Passagen meisterte. Ein Höhepunkt des Abends: Trösters packend vorgetragene Eigenkompositionen Etüde No. 10 und Prelude No. 1 für Gitarre solo. Neben mehreren Bernstein-Anspielungen boten die Stücke einige für die klassische Gitarre eher seltene Tappingpassagen.

Seine musikalischen Fähigkeiten zeigte das Duo besonders bei den langsameren Titeln wie bei der Filmmusik von John Williams „Schindlers Liste“. Daneben standen auch Stücke von Hand, Gershwin, Angulo, Dentello und Pujol auf dem Programm. Vom jazzigen Titel über den brasilianischen Choro bis zum mitreißenden Tango Nuevo wurden viele Geschmäcker bedient. Kein Wunder, dass der Beifall des Publikums erst nach der zweiten Zugabe abklang. Zu verführerisch waren die akustischen Köstlichkeiten an diesem Abend gewesen.

Von Sebastian Krämer

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