Musikalisches Miteinander: Rui Reis eröffnete mit Freunden das Festival „Fespan’Art“

„Rui Reis and Friends“ mit (von links) Arturo Leyna, Tom Villón, Ahmed Farhan Khittan, Napo Oubo- Gbati und Rui Reis. Foto: Fischer

Kassel. Zu heiß für ein Konzert? Für die Musiker, die am Donnerstag im Theaterstübchen aufspielten, um das „Festival Panafricain d’Art“, kurz Fespan’Art, zu eröffnen, waren die Temperaturen kein Problem. „Rui Reis and Friends“ titelte das Auftakt-Konzert. Der in Kassel gut bekannte Percussionist und Schlagzeuger Rui Reis präsentierte mit Musikerfreunden eine Melange aus südamerikanischen Rhythmen und bekannten Ohrwürmern.

Mit dabei: die Percussionisten Arturo Leyna (Chile), Ahmed Farhan Khittan (Ecuador), Napo Oubo-Gbati vom Kulturverein Case (Togo) sowie der Gitarrist und Sänger Tom Villón aus Ecuador.

Ziel des Festivals, das von dem Kulturverein Case initiiert wird und zehn Tage lang mit einem Mix aus Kunstausstellungen, Workshops, Film und Musik ansprechen möchte, ist es, das Miteinander von Menschen verschiedener Kulturen zu vertiefen und den weltweiten Einfluss schwarzer Musik und schwarzer Kultur nahezubringen. Spielorte sind das Theaterstübchen, das Kulturzentrum Schlachthof und das Karnak, Mombachstraße 45 A. „Wir sind alle Menschen“, unterstrich Kamil Saygin, Vorsitzender des Ausländerbeirates Kassel, in seiner Rede und forderte auf, Integration als „mitleben, mitgestalten und mitarbeiten“ zu interpretieren.

Rui Reis eröffnete den von Frauke Stehl moderierten Abend zunächst solo und mit einer Berimbau – einem Musikbogen aus dem Nordosten Brasiliens. Beeindruckend, was der behände Percussionist aus diesem so puristisch anmutenden Instrument herausholte.

Auch den Charakter anderer Rhythmus-Instrumente brachte Ruis nahe. Nach und nach mischten auch die anderen Musiker mit – zunächst mit südamerikanischen und afrikanischen Rhythmen, später auch mit alten Hits aus der Reggae- und Pop-Abteilung.

Doch nicht nur Musik war Trumpf. Auch ostafrikanisches Essen in der Pause, ein von Napo Oubo-Gbati gefühlvoll erzähltes Märchen („Die Geschichte von der kleinen Fledermaus“), die er mit einer kleinen Kalimba untermalte und jede Menge gute Laune. Viel Beifall, viele Zugaben.  Dienstag, 30.8., Theaterstübchen: 21 Uhr: Sticky Girls and Stupid Tables – Blues, Funk, Rock, Latin aus Berlin/Dresden. 22 Uhr: 10vor8. Deutschrap aus Kassel.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.