ZDF muss „Wetten, dass..?“ neu erfinden - Ein Kommentar von Claudia Hempel

Thomas Gottschalk

Im Sommer ist Schluss für Thomas Gottschalk – und für „Wetten, dass..?“, wie man es kennt, auch. Im ersten Halbjahr 2012 soll das Format komplett neu überarbeitet werden, zitiert die Süddeutsche Zeitung einen unbenannten ZDF-Mitarbeiter.

Schon lange führte „Wetten, dass..?“ zu einer gewissen Monotonie, ja sogar zur Langeweile. Thomas Gottschalk war die einzige Ausnahme. Und die zeigte, wie öde der Rest war.

Es gab eine Zeit, da war das anders. Da machte es Jung und Alt gleich viel Spaß, beim Wetten zuzugucken. Es wurde gestapelt, gebaggert und geraten, und wo der Sinn fehlte, gab es wenigstens Unterhaltung. Doch Wetten, die vor 20 Jahren unterhaltsam waren, sind heute langweilig.

Obwohl die Macher versuchten, dem Zeitgeist entgegenzukommen, und die Risiko-Messlatte immer höher legten, hatte man als Zuschauer irgendwie das Gefühl, das alles so oder so ähnlich schon mal gesehen zu haben. Und manchmal musste man sich eingestehen, seinen Samstagabend einer Sendung gewidmet zu haben, die zu mehr als 90 Prozent kein bisschen spannend war.

Das ZDF muss „Wetten, dass..?“ neu erfinden. Und zwar ohne Gottschalk. Ob es gelingt, der Kultsendung zu alter Beliebtheit zu verhelfen, ist fast schon wieder spannend.

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