Nur der Mythos lebt - Kritik der "Harald Schmidt Show"

In der Nacht startete die “Harald Schmidt Show“ bei Sat.1. Der hochgelobte Talkmaster zehrt derzeit aber nur von seinem Mythos, meint Kulturchef Werner Fritsch.

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Harald Schmidt hat vor dem Neustart seiner Late-Night-Show bei Sat 1 unterhaltsame Interviews gegeben. Als Prediger in eigener Sache, als Verwalter des Mythos vom einzig wahren Late-Night-Helden ist Schmidt unerreicht. Gern würden wir mehr von seinem ironisch gewürzten Selbstlob lesen. Vom gespielten Größenwahn, wenn er sich mal so im Vorbeigehen auf eine Stufe mit dem Philosophen Nietzsche stellt. Auf die Sendung selbst würden wir dann notfalls verzichten.

Von den 60 Minuten blieben am Dienstag nach Abzug der Werbepausen ohnehin nur 40 Minuten übrig. Ohne den Fünf-Minuten-Auftritt der Guano-Apes, zehn Minuten Alte-Witze-Erzählen mit Überraschungsgast Olli Dittrich, gefühlten 15 Minuten TV-Geplänkel mit Hape Kerkeling, drei Minuten Einsatz üben mit Bandleader Helmut Zerlett blieb für Schmidts eigene Pointen kaum Zeit. Und die wenigen Gags zündeten dann nicht. Kann es also nur besser werden? Oder ist der Mythos Schmidt einfach viel größer als der reale Mann?

Von Werner Fritsch

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