Kasseler Komedy-Klub: Die Wiederauferstehung des Brian O'Gott

Immer für einen Spaß zu haben: Gastgeber Brian O’Gott (von links) mit Stolle, Helene Mierscheid, Mirja Regensburg und Andi Steil vor dem neuen Zuhause des Kasseler Komedy-Klub im Varieté Palais Hopp. Foto: Fischer

Mit dem Kasseler Komedy-Klub (Kakk) hat das Palais Hopp eine weitere Attraktion: Die erste Ausgabe war vielversprechend - auch dank einer tollen Komikerin aus Hümme.

Kassel. Wenn Brian O’Gott recht hat, muss das gerade eröffnete Varieté Palais Hopp bald wieder zumachen. Mit seinem Kasseler Komedy-Klub (Kakk) war der Entertainer seit 2003 in vier Läden zu Hause – vom Caruso bis zum Starclub. „Überall haben wir bis zur Pleite gespielt“, witzelte O’Gott am Dienstag beim ersten Kakk nach drei Jahren Pause.

Viel wahrscheinlicher als eine neuerliche Pleite ist aber, dass der an jedem ersten Dienstag im Monat stattfindende Kakk im Palais Hopp zum Publikumsrenner wird. Eigentlich wollte O’Gott, der abseits der Bühne Peter Dams heißt und mit seiner Familie in Kirchditmold lebt, mit der Reihe ganz aufhören. Aber die neuen Varieté-Betreiber Jörg Heckmann und Gerrit Bamberger haben auch bei ihm eine „Aufbruchsstimmung“ entfacht.

So ist die nordhessische Variante des WDR-„Nightwash“-Formats nun wieder da. Das Prinzip ist einfach: O’Gott lädt drei Comedy-Gäste ein, macht zwischendurch Späße mit seinem Sidekick Stolle, und die Zuschauer lachen viel. So war es auch bei der Premiere im Palais Hopp mit 80 Besuchern.

Die erlebten „die einzige Comedy-Veranstaltung mit einem Bundesverdienstkreuzträger“, wie O’Gott sagte. Blues-Musiker Stolle wurde zuletzt vom Bundespräsidenten für sein Engagement gegen Drogen ausgezeichnet. Im Kakk macht sich O’Gott trotzdem lustig über seinen Kumpel. Früher seien Stolle die Frauen wie verrückt nachgelaufen: „Das hat nachgelassen, seitdem er keine Handtaschen mehr klaut.“

Ganz ohne Handtasche räumte Mirja Regensburg im Kakk ab. Die 41-Jährige aus Hümme bei Hofgeismar war Musical-Darstellerin und hat nun eine Comedy-Rubrik bei Radio FFH. Als Komikerin macht sie sich vor allem über sich selbst lustig, schwabbelt mit den Oberarmen und zieht ihre „Muffin-Jeans“ hoch, die so heißt, weil Regensburgs Taille darin aussieht wie Teig, der aus dem Bündchen rutscht.

Darüber wird man auch in Hümme lachen, wo jeder mit jedem verwandt ist und es „Bronkels“ gibt. So nennt sie es, wenn der eigene Bruder auch der Onkel ist. Regensburg ist so lustig wie Carolin Kebekus und kann noch besser singen.

Da machte es nichts, dass im Kakk noch nicht alles auf Zack war. Während Andi Steil als Ganzkörpertrommler ziemlich lustig war, kam die Berliner Kabarettistin Helene Mierscheid weitgehend ohne Gags aus. Dafür gab sie den Zuschauern einen guten Tipp: „Macht beim Sex das Licht aus. Es fühlt sich dann besser an, als es aussieht.“ Im Palais Hopp bleibt das Licht an. Der Kakk dort sieht sehr lustig aus.

Nächste Termine: 1. November und 6. Dezember (jeweils 20 Uhr) im Palais Hopp, Goethestraße 29-31.

www.kakk.de

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