Nach Streit um Firmenjubiläum: Kein Geld für Oper

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Die Oper in Nürnberg: Für den Opernball will die Nürnberger Versicherungsgruppe als Titelsponsor nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nürnberg - Nach einem Streit über die Gestaltung ihres Firmenjubiläums will die Nürnberger Versicherungsgruppe der Oper Nürnberg künftig ihre Unterstützung versagen.

Bereits beim diesjährigen Opernball stehe das Unternehmen nicht mehr als Titelsponsor zur Verfügung, teilte der Intendant des Nürnberger Staatstheaters, Peter Theiler, am Donnerstag mit. Auch auf Werbeanzeigen im Opern-Programmheft wolle die Versicherung fortan verzichten, sagte Theiler der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Er bestätigte damit einen Bericht der "Nürnberger Nachrichten". Der Streit entzündete sich nach Theilers Angaben an dem Wunsch der Versicherungsgruppe, bei einem Festakt zum 125-jährigen Firmenjubiläum am 28. September im Opernhaus eine Oper von Christoph Willibald Gluck (1714-1787) aufzuführen. Gluck gilt als Lieblingskomponist des Aufsichtsratschefs der Versicherungsgruppe, Hans-Peter Schmidt. Theiler lehnte aus organisatorischen Gründen ab, und der Festakt wurde ins Germanische Nationalmuseum verlegt.

Theiler erklärte, eine konzertante Aufführung der Gluck-Oper "Orpheus und Eurydike" wäre möglich gewesen, eine von Schmidt gewünschte szenische Aufführung dagegen nicht. Andernfalls hätte der Spielzeitbeginn verschoben werden müssen, was nicht vertretbare wirtschaftliche Auswirkungen gehabt hätte. Im Vergleich dazu hielt Theiler den Verzicht auf Sponsorengelder für das öffentlich-geförderte Staatstheater für akzeptabel. Schmidt, der auch Präsident des Oper-Fördervereins ist, wollte am Donnerstag keine Stellungnahme abgeben.

dpa

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