Nach Ai Weiweis Verhaftung: Buergel fordert Ende der Schau in Peking

Kassel. Roger M. Buergel und Ruth Noack, die den in Peking verhafteten Künstler Ai Weiwei 2007 zur documenta 12 nach Kassel eingeladen hatten, fordern die Schließung der deutschen Ausstellung zur Epoche der Aufklärung im Nationalmuseum in Peking.

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Dort werde „ohne Not die kostbarste Errungenschaft des Westens am Platz des himmlischen Friedens verschachert“, schreiben Buergel und Noack in der FAZ. Die Schau gehorche „der Logik der Funktionäre und der Vitrine oder besser des Gefrierfachs - einer Logik, der sich Ai Weiwei in seiner vielgestaltigen, stets lebendigen Produktion, zumal mit seinen Blog-Aktivitäten, entzogen hat“.

Ai verstehe sich „tatsächlich und nicht bloß rhetorisch auf die Kunst des Dialogs und interkulturellen Brückenbaus“, während die Rechtfertigung der deutschen Ausstellungsmacher vollendet blauäugig, peinlich und „zutiefst beschämend“ sei. An die Stelle wohlfeiler Phrasen von Individualität und Freiheit habe hin und wieder die Tat - also das Abhängen der Bilder - zu treten. (vbs)

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