„Schauderhaftes“ Schulkonzert: Im Wilhelmsgymnasium waren üble Gestalten los

Nachwuchs scharrt mit den Krallen

Kassel. Dracula und andere Vampire, Batman, der Bergkönig aus Norwegen und die böse Königin der Nacht machten die Aula des Wilhelmsgymnasiums beim Frühlingskonzert am Mittwoch unsicher. Nur musikalisch, versteht sich, denn die Abfolge von Stücken war unter das Thema „Geister und Gestalten“ gestellt.

140 Instrumentalisten und Sänger hatten dieses Programm vorbereitet und führten es nun zum großen Entsetzen (und Vergnügen) der vollen Reihen auf. Den größten Anteil hatte wieder das Schulorchester unter Leitung von Christopher Hilmes.

Von Paul Dukas’ Zauberlehrling über Tschaikowskis Zuckerfee bis hin zu Musik aus den Filmen „Der dritte Mann“, „Psycho“ und „James Bond“ reichte die erstaunliche Bandbreite. Das Orchester ist gut gemischt und war hellwach bei der Sache. Mit einem sehr genauen Dirigat gelang es seinem Dirigenten, aus den meist bearbeiteten Stücken ein optimales Ergebnis zu erreichen. Zweimal, bei Werken von Händel und Mendelssohn, führte Maria Weber-Krüger den Stab.

Das Vororchester (Leitung: Margit Neumeyer), in dem schon viel Nachwuchs für die ausscheidenden Abiturienten mit den Krallen scharrt, steuerte gekonnt einen „Dracula Rock“ und die Filmschnulze „Over the rainbow“ bei. Mit vollem Einsatz sang der Chor des Gymnasiums (Leitung: Michael Fink) den Tanz der Vampire aus dem gleichnamigen Musical. Zwei Schüler durften ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten mit Soloauftritten beweisen.

Der 15-jährige Simon Barth ehrte einen der Jubilare des Jahres, Frédéric Chopin, mit einer rasanten, rauschenden Interpretation von dessen Etude „Ocean“ op. 25, Nr. 12. Fritz Weber (17) spielte, begleitet von Tatjana Selzer, das „Allegro tristamente“ aus Francis Poulencs Klarinettensonate und nutzte die Gelegenheit, sein ausgereiftes Spiel zu demonstrieren, das von schönen Klangschattierungen zu sauber akzentuierten schnellen Passagen reichte.

Von Johannes Mundry

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