"Bestenfalls durchschnittlich"

Tatort-Kritik: "Ruhig wie die Insel"

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In gemächlichem Tempo und bestenfalls durchschnittlich zog am Sonntagabend der Hamburger Tatort über die Bildschirme. Das findet HNA-Redakteur Mark-Christian von Busse. Hier seine Kritik zum NDR-Tatort:

"Wem die jüngsten „Tatorte“ zu schnell, zu kompliziert und anstrengend waren, konnte sich am Sonntagabend gemütlich zurücklehnen. Die Drehbuchautoren Max Eipp und Stefan Kornatz (auch Regie) schickten den Hamburger Großstadt-Ermittler Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) zum Urlauben nach Langeoog: ein Idyll, autofrei, nur mit der Fähre erreichbar.

Der „Tatort: Mord auf Langeoog“ nahm bald jenes gemächliche Tempo an, wie es dem Klischee zufolge einem insularen Lebensgefühl entspricht.

Trotzdem konnte man auch bei diesem bestenfalls durchschnittlichen „Tatort“ durcheinanderkommen, hatte doch der NDR als ostfriesische Kollegin Falkes ausgerechnet Nina Kunzendorf verpflichtet, die gerade beim HR-„Tatort“ ausgestiegen ist. Ihre gestrenge Christine Brandner war ein anderer, aber hinter ihrer Hornbrille auch blasserer Typ als die extrovertierte Frankfurterin Conny Mey. Falke und seine Partnerin Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) sollen künftig für die Bundespolizei in ganz Norddeutschland ermitteln. Der „Tatort“ lebt aber von der regionalen Verankerung. Den schönen Inselbildern zum Trotz: fraglich, ob sich die Reihe einen Gefallen tut, wenn die Zahl der Schauplätze und Ermittler ständig ausgeweitet wird." vbs@hna.de

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