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Netflix: Dritte Staffel von „Emily in Paris“ polarisiert

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Von: Marie Klement

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Versuchen erneut, Ordnung in ihr chaotisches Liebesleben zu bringen und ihren Job-Alltag zu meistern: Die Freundinnen Mindy (Ashley Park, von links), Emily (Lily Collin) und Camille (Camille Razat).
Versuchen erneut, Ordnung in ihr chaotisches Liebesleben zu bringen und ihren Job-Alltag zu meistern: Die Freundinnen Mindy (Ashley Park, von links), Emily (Lily Collin) und Camille (Camille Razat). © Stéphanie Branchu/Netflix

Emily ist zurück. Und mit ihr Paris, die Stadt der Liebe. Vier Gründe, warum Sie die dritte Staffel der Netflix-Produktion anschauen sollten – und einer dagegen.

1 Die Outfits: Couture – sie darf in Paris, der Hauptstadt der Mode, natürlich nicht fehlen. Und auch in dieser Staffel ist es immer wieder eine Freude zu beobachten, welche kreativen und ausgefallenen Looks Emily und ihre beste Freundin tragen, wo es ihre Chefin übertreibt und welche Trends sich für den eigenen Alltag eignen. Auch Designer Pierre Cadault (Jean-Christophe Bouvet) – der bereits für Furore sorgte – beschert uns wieder einige witzige Momente.

2 Die Stadt: Ein japanischer Psychiater warnte einst vor dem Paris-Syndrom. Heißt: Die Vorstellung über die Stadt weicht so weit von der Realität ab, dass dies eine Psychose auslöst. Ob dem so ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Paris-Bilder, die in der Serie gezeigt werden, machen jedenfalls Lust auf eine spontane Frankreich-Reise – und lohnen ein Einschalten in jedem Fall.

3 Die Sprache: Auch in ihrem dritten Jahr spricht die Amerikanerin Emily noch immer nur leidlich Französisch. Warum, wird schnell allen klar, die wenig sprachbegabt sind. Denn in der aktuellen Staffel wird sehr viel mehr auf Französisch gesprochen und mit Untertiteln versehen, als das bisher der Fall war. Genau das tut der Serie gut und sorgt für jede Menge Frankreich-Momente.

4 Die (Neben-)Darsteller: Lily Collins als Emily verzaubert auch in dieser Staffel mit ihrer Art. In einer Realität, in der es derzeit so viele Probleme und Krisen gibt, ist es einfach schön, die Marketingexpertin zu begleiten, die alle um den Finger zu wickeln weiß – und am Ende für so ziemlich jedes Problem eine überraschende Lösung aufbietet.

Insgeheim freut man sich aber vor allem auf Emilys Arbeitskollegen. Mal charmant, mal arrogant, aber vor allem mit viel Witz sind sie ein echter Grund, die Serie einzuschalten.

Der Dagegen-Grund: Wer es liebevoll-kitschig und amüsant mag, wird die dritte Staffel von „Emily in Paris“ mögen, auch wenn sie manchmal etwas zu viel will und dadurch bemüht daher kommt. Wo es die Macher allerdings gewaltig übertrieben haben: die Werbung. Gleich zu Beginn wird eine Fast-Food-Kette auf eine Weise in den Mittelpunkt gerückt, die beinahe unverschämt ist. Es folgen auffällig platzierte Smartphones, Taschen und ein Luxusauto. Klar, Produktplatzierungen sind nicht neu. Hier wirkt es allerdings, als sei die Handlung teils arg gewollt um die Produkte herum gestrickt. Das hätte man definitiv anders lösen können.

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