Neue Gesichter beim Kasseler Weltmusikfestival

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Sie bringen globale Sounds nach Kassel: die Freiburger Band Äl Jawala, die für ihren tanzbaren Balkan-Beat mit dem Creole-Weltmusikpreis ausgezeichnet wurde.

Das Kasseler Weltmusikfestival hat sich über die Region hinaus einen Namen gemacht. Die 19. Auflage hat nun ein Frankfurter Künstler-Ehepaar zusammengestellt - und neue Akzente gesetzt.

Kassel. Für Gregor Praml ist das Kasseler Weltmusikfestival eines der wenigen deutschen Festivals seiner Zunft, „das man erlebt haben sollte“. Der studierte E-Bassist muss es wissen: Mit seiner Band Mi Locco Tango nahm der Frankfurter am Creole-Weltmusikpreis teil, er ist Musikredakteur bei HR 2, gastierte zuletzt mit seiner Jazz-Formation tri.of.us im Schlachthof und hat das Kasseler Festival viermal moderiert. Nun hat er es sogar selbst auf die Beine gestellt.

Neue künstlerische Leiter: Das Frankfurter Ehepaar Gregor und Claudia Praml.

Mit seiner Frau Claudia, die ebenfalls als Redakteurin beim HR sowie als Kulturmanagerin arbeitet, hat der 41-Jährige das Programm der 19. Auflage zusammengestellt, die am 22. April in der Kundenhalle des Hauptsponsors Kasseler Sparkasse in der Wolfsschlucht eröffnet wird.

Mit den Schlachthof-Mitarbeitern Marcel Klier und Catharina Nieland tritt das Ehepaar die Nachfolge des bisherigen Künstlerischen Leiters Wolfram Benczek an, der sich nach Leipzig verabschiedet hat. Gregor Praml hat eigene Akzente gesetzt. Mit dem Franzosen Renaud Carcia-Fons hat er etwa einen Könner seines Lieblingsinstruments verpflichtet, der als „Paganini des Kontrabasses“ gilt.

Der iranische Tombak-Spieler Mohammad Reza Mortazavi

Zugleich setzen die elf Konzertabende die erfolgreiche Tradition fort. „Das Programm zeigt, wie vielfältig die Weltmusik ist“, sagt Schlachthof-Leiterin Christine Knüppel. So treten beim Festival die Creole-Sieger Seeda (mongolische Musik) und Äl Jawala (Balkan-Beats) auf. Der iranische Tombak-Spieler Mohammad Reza Mortazavi trommelt so schnell, dass man meint, er habe sechs Hände. Die Cuban Beats All Stars sprechen HipHop-Fans an. Und im East-Western Divan Ensemble treten armenische, kurdische und türkische Musiker gemeinsam auf. Weltmusik klingt nicht nur gut, sie verbindet auch.

Das Programm

22. April, Sparkasse (Wolfsschlucht 9): Oquestrada (Folkpop aus Portugal) und Renaud Garcia-Fons & Drerya Türkan (arabisch-türkische Kunstmusik, Flamenco)

23. April, Sparkasse: Bimbache OpenArt Festival Ensemble (Kanarische Folklore), East-Western Divan Ensemble & Mikail Aslan (Jazz, Pop und Folk aus Armenien und der Türkei)

24. April (Schlachthof, Mombachstraße 10-12): Feria de Abril (spanisches Frühlingsfest)

26. April (Adventskirche, Lassallestraße 2): Akkordeonale mit Andre Thierry, Daniel Andersson, Janire Egaña Zelaia, Maurizio Minardi und Servais Haanen.

Devrim Kavalli, Sängerin des East-Western Divan Ensembles.

27. April, Schlachthof: Seeda mongolische Musik zwischen Tradition und Moderne.

28. April, Schlachthof (20.30 Uhr): Cuban Beats All Stars (Latin HipHop)

29. April, Schlachthof: Tralalka (Ost-Volks-Polka)

4. Mai, Schlachthof (20.30 Uhr): Äl Jawala (Brass Balkan Beats)

5. Mai, Schlachthof (20.30 Uhr): Yukazu (Chanson, Gypsy, Oriental Groove)

6. Mai, Schlachthof: Mohammad Reza Mortazavi (Trommelvirtuose)

7. Mai, Schlachthof: Lange Nacht der Weltmusik mit zahlreichen Kasseler Bands, die noch nicht feststehen.

Beginn für alle Konzerte (wenn nicht anders angegeben): 20 Uhr. Tickets ab dem 7. März beim HNA-Kartenservice, Tel. 0561/203-204.

www.schlachthof-kassel.de

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