Neue Sammlung mit über 100 kuriosen und komischen Todesanzeigen

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"Aus die Maus" hieß vorigen Herbst die erste Sammlung ungewöhnlicher Todesanzeigen von Christian Sprang und Matthias Nöllke. Bald wurde das Duo mit Zusendungen überschüttet. Eine Fortsetzung lag auf der Hand.

"Wir sind unfassbar" heißt der zweite Band mit weit über 100 bemerkenswerten, rätselhaften, absurden und tieftraurigen Anzeigen.

"Wir sind unfassbar": Lustige und skurrile Todesanzeigen

Die beiden Herausgeber geben sich im Vorwort viel Mühe klarzustellen, dass es ihnen nicht um Schadenfreude geht oder darum, sich über Angehörige Verstorbener lustig zu machen. Doch sind es natürlich gerade die tragisch missglückten, unfreiwillig komischen oder grotesken Anzeigen, die das Buch besonders lesenswert machen, die einen den Kopf schütteln, ja laut lachen lassen.

Ernste Gedanken und Trauer

Daneben stößt "Wir sind unfassbar" jeden Leser auf ernste Gedanken. Es konfrontiert mit eigener Trauer, mit der eigenen Vorstellung vom Sterben: Wie möchte man selbst Abschied nehmen, wie sollen sich andere Menschen erinnern? Die auf den ersten Blick absurde Formulierung in der Anzeige für die mit gesegneten 91 Jahren gestorbene Marianne P. verrät viel davon: „Sie wollte morgens aufwachen und tot sein. Ihr letzter Wunsch ist in Erfüllung gegangen.“

Christian Sprang/Matthias Nöllke: Wir sind unfassbar. Kiepenheuer & Witsch, 232 S., 8,95 Euro, Wertung: !!!!:

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