Das Musiktheater-Ensemble hat sich zu dieser Saison verändert - Wir stellen die neuen Mitglieder vor (1)

Neue Stimmen für Kasseler Oper

Kassel. Neue Gesichter, neue Stimmen: Das Kasseler Opernensemble hat sich in diesem Jahr stark verändert. Zehn Ensemblemitglieder sind neu dazugekommen, andere haben Kassel verlassen. Heute stellen wir die neuen Sänger vor, die in den ersten Produktionen der Spielzeit, Puccinis „La Bohème“ und Donizettis „Don Pasquale“, zu erleben sind.

Arpiné Rahdjian

Die gebürtige Wienerin Arpiné Rahdjian (38) übernimmt am Sonntag die Rolle der „Mimì“ in Puccinis „La Bohème“. Studiert hat die Sopranistin unter anderem bei Mirella Freni, deren Name wie kein zweiter mit der „Mimì“ verbunden ist. „Nachmachen kann man Mirella Freni nicht. Sie ist einzigartig“, sagt Rahd-jian. Sie hat an vielen Häusern gesungen, Catania, Berlin, Graz und Hamburg gehören dazu. Die Micaela in „Carmen“ war die Partie, „die mich rausgekickt hat“, sagt sie. In Kassel freut sie sich auch auf Hanna Glawari in der „Lustigen Witwe“ („Musik für die Seele“) und die Erste Dame in der „Zauberflöte“. Mit ihrem Lebensgefährten lebt sie überwiegend in ihrer Heimatstadt Wien - „eine Stadt, die ich liebe und hasse“.

LinLin Fan

Geboren wurde die Sopranistin LinLin Fan (29, ledig) in der nordostchinesischen Millionenstadt Shenynag. In ihrer Heimat lernte sie zunächst den Volksgesang der China-Oper (nicht zu verwechseln mit der Peking-Oper). Nach ihrem Gesangsstudium in Leipzig war sie im Opernstudio der Dresdner Semper-Oper. In Kassel debütiert sie morgen bei der Wiederaufnahme von „Don Pasquale“ als Norina. „Auf diese Rolle freue ich mich riesig“, sagt sie. „Die Musik ist lustig, die Partie ist schön zu spielen und passt zu meiner Stimme.“ LinLin Fan wird aber auch in fünf weiteren Produktionen zu hören sein.

Tomasz Wija

Der Bariton Tomasz Wija (29) stammt aus Polen. Er studierte Gesang in Berlin, seinem Hauptwohnsitz bis heute „bei meiner Frau und drei Katzen“. Sein erfolgreiches Debüt als Schaunard in „La Bohème“ hat Wija schon hinter sich. Es folgen weitere Partien in nicht weniger als sechs Produktionen. „Eine Super-Schule für meine erste Spielzeit mit Fest-Engagement.“

Gideon Poppe

Sein Kassel-Debüt hat der Tenor Gideon Poppe (32, ledig) als Parpignol in „La Bohème“ ebenfalls schon erfolgreich absolviert. Bevor er sich in Lübeck und Karlsruhe zum Sänger ausbilden ließ, hat Poppe, der in Hamburg aufgewachsen ist, in seiner Heimatstadt Sport studiert. Zuletzt war er am Badischen Staatstheater in Karlsruhe engagiert. In Kassel hat er die reizvolle Aufgabe, in gleich sieben Produktionen mitzuwirken. Darunter sind größere Rollen wie Corrado in „Griselda“, aber auch kleine wie der 3. Knappe im Parsifal, von der Poppe immerhin sagt: „Mein erster Wagner!“

Stefan Zenkl

In St. Pölten geboren, hat der Bariton Stefan Zenkl (34, ledig) zunächst in Wien studiert und dann in Basel bei Kurt Widmer seinen Abschluss gemacht. Zenkl hat zeitweise freischaffend gearbeitet, war aber auch vier Jahre an der Oper in Hannover. Am Sonntag gibt er in „la Bohème“ sein Debüt als Marcello. Neben weiteren Partien wird er in der „Lustigen Witwe“ den Grafen Damilo verkörpern. Zenkl ist noch dabei, seinen neuen Lebensmittelpunkt Kassel zu erkunden und fühlt sich, wie er betont, hier bereits sehr wohl. • Samstag, 19.30 Uhr, Opernhaus: Wiederaufnahme „Don Pasquale“ (Donizetti). • Sonntag, 19.30 Uhr, Opernhaus: „La Bohème“ (Puccini). Karten: Tel. 0561 / 1094-222

Von Werner Fritsch

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