Triomotion in der Klosterkirche

In neuem Glanz

Kassel. Die Kulturstiftung Klosterkirche Nordshausen hatte eingeladen, die zum Erntedankfest festlich geschmückte Kirche präsentierte sich in neuem Glanz. Neu waren auch die Klänge, die die Hörer in der leider nur halb besetzten Kirche erwarteten.

Zur Stammbesetzung des triomotion mit Constanze Betzl (Flöte), Bernhard Betzl (Vibrafon) und Rüdiger Pawassar (Marimba) gesellte sich im zweiten Teil der Kasseler Jazz-Saxofonist Rolf Rasch. Zu Beginn erklang zur Erinnerung an den kürzlich gestorbenen Kasseler Komponisten Jean Sevriens dessen für das triomotion komponierte „Silverwood Sonata“, dem sich das virtuose „In a Jolly Mood“ (Flöte und Vibrafon) anschloss. Die Komposition „Sakura“, ein japanisches Volkslied zur Kirschblüte, schrieb Pawassar anlässlich des Erdbebens in Fukushima.

Das Trio präsentierte sich wie gewohnt mit technischer Brillanz, perfekt im Zusammenspiel. Die Vier-Schlägeltechnik (zwei in jeder Hand) ermöglicht die Vervollkommnung der Mehrstimmigkeit, manchmal leidet so allerdings die Durchsichtigkeit.

Fast selbstverständlich, dass es für die Besetzung triomotion plus Sopransaxofon keine Originalnoten gibt. Mit hervorragenden Arrangements fand Pawassar Abhilfe. Mit den teils klagenden, teils lustigen virtuosen Tönen brachte Rasch einen neuen Klang ins Spiel, den improvisierte Soli ergänzten. Die Erweiterung zum Jazz ist sicher eine gute Idee und ausbaufähig, vielleicht schon 2014, wenn triomotion sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Von Gerhard Rassner

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