Neuer Sponsor sichert die Miete: Cai Boesken unterstützt die d:gallery

Vor Arbeiten von Petr Horak: Cai Adrian Boesken (links), neuer Sponsor der d:gallery, mit Rainer Henze.

Kassel. Die d:gallery an der Schönfelder Straße ist mit neuem Schwung ins Winterhalbjahr gestartet. Cai Adrian Boesken, Direktor des Marburger Amtsgerichts mit Wohnsitz in Kassel, unterstützt die Galerie als neuer Sponsor.

Boesken ist zum Vorsitzenden des Vereins „vereintekunst“ gewählt worden, der die Galerie trägt, und hat sich vertraglich verpflichtet, für den ehemaligen Schlecker-Markt an der Schönfelder Straße zwei Jahre die Miete zu übernehmen. Bislang hatte sich der Vermieter der Räume stets großzügig gezeigt und meist auf Zahlungen verzichtet. Weil er neuerdings selbst auf die Miete angewiesen ist, war die d:gallery ins Schleudern gekommen und im Bestand gefährdet - jetzt sorgt Boeskens Zusage für eine zuerst zweijährige Perspektive.

Boesken betont, es habe kein Junktim gegeben, wonach er eine Förderung mit Einfluss verknüpft habe. Er habe Zeit gewonnen, weil er nach elf Jahren die Präsidentschaft der Vereinigung Deutsch-Italienischer Kulturgesellschaften mit 50 Vereinen und 15 000 Mitgliedern abgegeben habe, und betrachte die Kunst als schönsten Ausgleich neben der „trockenen Juristerei“. Boesken hält die Galerie für wichtig für Kassel, auch weil sie mit ihrer Bühne für Konzerte und Lesungen attraktives Programm biete.

Die organisatorische Abwicklung der Ausstellungen solle federführend in den Händen von Rainer Henze und Michael Gibb bleiben, die mit Expertise und weitgefächerten Kontakten für ansprechende Ausstellungen stünden. Eine Idee des Duos: Kassels Städtepartnerschaften mit Künstlerausstausch zu beleben.

Derzeit stellen zwei Kasseler Künstler mit ausländischen Wurzeln in der d:gallery aus: der gebürtige Tscheche Petr Horak und Diego F. Lora aus Kolumbien. Horak, der ursprünglich eine Lehre in einer Glashütte absolviert und später Industrial- und Grafikdesign sowie Kunst studiert hat, zeigt sehr klare Gemälde, Lithografien und Holzschnitte, die seine Vorliebe für Surreales belegen. Magritte ist da nicht fern.

Lora wählt ungleich größere Formate und kräftige Farben, mit denen er bunte Raster und Muster schafft, aber auch gegenständlich arbeitet. Dazu kommen skulpturale Arbeiten aus Holz und Metall.

Bis 20.11., Fr/Sa/So 15-19 Uhr und n. V., www.domaine-gallery.de, www.vereintekunst.de

Von Mark-Christian von Busse

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