Neues vom alten Blasenkopp:

Mundart-Musiker Dark Vatter un sinne Combo im Theaterstübchen

Sah wie immer perfekt aus: Timo Israng alias Dark Vatter. Foto: Fischer

Kassel. Wer ein echter „Nochdhesse“ ist, der pflegt seine Mundart. So manche böse Zungen möchten meinen, der bezaubernde Dialekt drohe auszusterben.

Den Gegenbeweis lieferte erneut die Rockabilly-Formation Dark Vatter un sinne Combo am Montagabend im Kasseler Theaterstübchen.

Wie im Vorjahr platzte auch dieses Mal der Club aus allen Nähten. Bis dicht an die Bar gedrängt warteten die Fans auf den Cowboy der nordhessischen Prärie mit dem zarten Schnäuzer und der glänzenden Rockabilly-Tolle. Begleitet von der weltberühmten „Star Wars“-Titelmelodie betrat Dark Vatter alias Timo Israng die Bühne. Die Mischung aus Rock’n’Roll, Country, Comedy und nordhessischem Geschnuddel sorgte ab dem ersten Song für Bombenstimmung.

Seine Songs handeln von feuchtfröhlichen Kneipenabenden, dem Riesenwels aus Ahnatal oder nervenden Frauen, die „alszus am Mähren sinn“, wie der Kasseler spricht. Sie spielen zwischen Ständeplatz und Spangenberg, und in jeder Zeile verstecken sich mindestens fünf heimatliche Insider.

Sinne Combo setzt sich aus Oliver Schenk alias Kusseng Olli (Bass), Julian Schambach alias Kusseng Judy (Gitarre) und Timo Färber alias Kusseng T. (Schlagzeug) zusammen. Heiß ersehnter Stargast war wie immer Nina Soleil, bekannt als Nina Israng, die Frau vom Vatter. Mit ihrem Waschbrett und ausreichend Frauenpower las sie in drei Songs dem „alten Blasenkopp“ die Leviten und machte dem „Vatter“ klar, was in Zukunft „annersder“ laufen wird.

Mit überwältigendem Applaus umjubelte das Publikum die Band und alle waren sich einig: Die nordhessische Regionalkultur ist was ganz Besonderes.

Von Philine Proft

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