Neues Hörspiel: Der Redakteur und die jungen Detektive

Auf der Jagd nach Tönen: Florian Quanz (von links), Laura Clever und Andreas Holzhauer während der Arbeit an dem Hörspiel-Krimi „Die jungen Detektive“. Foto: privat

Kassel. Er hat ein Ohr für Krimis: Florian Quanz fängt für die Regional-Hörspielreihe „Die jungen Detektive" reale Töne ein. Der jüngste Fall entstand in Witzenhausen.

Hamburg, Bremen, München, Köln, Göttingen – mehrere Hundert Kilometer musste Florian Quanz für sein Regional-Hörspiel zurücklegen. Das spielt eigentlich nur in Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis). Denn „Die jungen Detektive“ brechen mit ihrem Onkel Kalle zu einer Floßfahrt auf der Werra auf und befinden sich kurz darauf in einem Kriminalfall.

Es ist der zweite Fall für die Geschwister Emma und Robert aus Eschwege. Und es ist mehr als das, denn nicht nur Kinder können beim Hören der spannenden Geschichte mitfiebern und fast nebenbei einiges über die Stadt Witzenhausen erfahren. Denn Florian Quanz ist wichtig, dass seine Geschichten an realen Orten stattfinden und auf Sagen aus der Region basieren. „Rocky Beach ist ein fiktives Küstenstädtchen“, sagt er mit Blick auf die Abenteuer der „Drei ???“. Die Orte, an denen sich Emma und Robert aufhalten, könnte man dagegen besuchen und auf den Spuren der aufgeweckten Kinder wandeln, denn neben der Geschichte liefert Quanz auch einen kleinen, gezeichneten Stadtplan mit. So führt der Weg in das ehemalige Kloster – die Mensa der heutigen Universität. „Es wäre toll, wenn Kinder mit ihren Eltern die Geschichte hören und danach die schöne Fachwerkstatt kennenlernen“, sagt er. In Witzenhausen hat Quanz auch die Originalgeräusche mit dem Mikro eingefangen. „Wenn das Geschirr klappert, Menschen sich auf dem Marktplatz unterhalten oder die Kirchenglocken läuten, dann sind das die Geräusche von dort.“ Darauf legt er Wert, denn es geht ihm auch um Wiedererkennung. Die mache neben der Geschichte seine Regional-Hörspiele aus. „Würde man den Big Ben hören, würde das jeder merken und es wäre schlecht gemacht“, sagt er. Sogar das Treppenknarren und die Türgeräusche hat er in in Witzenhausen aufgenommen.

Das Hörspiel ist so etwas wie ein großes Puzzle, das Quanz mit Laura Clever, Andreas Holzhauer und Sven Schreivogel zusammengesetzt hat. 70 Stunden Material galt es zu verarbeiten und auf 77 Minuten zu bringen. Außerdem wurde die Musik eigens komponiert. „Anders als die vielen Regional-Krimibücher, gibt es regionale Sagengeschichten als Krimis für Kinder noch nicht auf dem deutschen Markt“, sagt Quanz. Er kann sich vorstellen, dass Städte ihren Touristen so etwas anbieten könnten. Geschichten gebe es genug – über jeden Ort. Quanz, der Redakteur ist, lässt sich dazu ein Abenteuer einfallen – gerade arbeitet er an einem Kassel-Hörspiel. Wieder mit dabei: Emma und Robert, die wissensdurstigen Kinder mit Spürsinn.

Sie stammen wie Florian Quanz aus Eschwege. Doch auch wenn die Geschwister noch viel erleben, wird sich eines nicht ändern: Weder Morde noch Brutalität werden den Kindern begegnen. „Trotzdem bleibt es spannend“, verspricht der Geschichtenerzähler.

Doch warum mussten so viele Kilometer zurücklegt werden, wenn doch alles in Witzenhausen spielt? Die Sprecher sind Schauspieler wie Martin Glade (Onkel), Stephan Szász (Antiquitätenhändler), Rita Russek (Erzählerin) und die Rollen von Emma und Robert haben Theresa Underberg und Jannik Endemann, die auch den „Fünf Freunden“ ihre Stimmen geliehen haben, übernommen. Ihre Stimmen wurden in Tonstudios in Hamburg, Bremen, München, Köln und Göttingen eingefangen.

Die jungen Detektive und der geheime Gang (Clever Production). im (Online-)Buchhandel ab 9,95 Euro. Ab 5 J. Eine Hörprobe gibt es hier:

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