Die Jeff Lorber Fusion begeisterte im Schlachthof - Saxofonist Eric Marienthal mit glanzvollem Auftritt

Neues Koffein für die Ohren

Toller Ton, tolles Timing: Saxofonist Eric Marienthal, links hinten Bandleader Jeff Lorber. Foto: Schoezlchen

Kassel. In den USA wurde das Erntedankfest „Thanksgiving“ gefeiert - im voll besetzten Kulturzentrum Schlachthof die Jeff Lorber Fusion. Schon vor einigen Monaten hat der amerikanische Tastenmann dort mit seinem Ohrenkoffein euphorisiert. Nun kam er mit anderer Rhythmusgruppe, es war wieder vom Feinsten.

Neben Lorber begeisterten Saxofonist Eric Marienthal, E-Bassist Victor Bailey und Schlagzeuger Sonny Emory. Um jazzfernen Lesern klarzumachen, wer da die Bühne beehrte, muss man nur einige Popstars aufzählen, denen die Musiker im Laufe ihrer Karriere zur Seite gestanden haben. Von Sting über U2 bis zu Madonna reicht die Liste. Und Schlagzeuger Emory trommelte früher bei Earth, Wind and Fire.

Zelebriert wurden der gnadenlos nach vorn gehende Groove und die höchste Virtuosität. Weniger anzutreffen waren Ecken und Kanten, denn der Fusion-Jazz zeigte bei aller Tatkraft ein freundlich lächelndes Gesicht. Selbst der rasende 7er-Takt in „Chinese Medicinal Herbs“ schien so krumm nun auch wieder nicht. Es ist ja auch eine Kunst, Komplexes einfach nur angenehm wirken zu lassen.

Zu bestaunen waren Glanzleistungen aller Musiker. Wunderbar der bis in die höchsten Lagen runde Saxofonton Marienthals - ganz zu schweigen von seinem Timing. Oder das Schlagzeugsolo im zweiten Set. Sonny Emory gab mit dem Fuß einen Holzblock-Rhythmus vor und demonstrierte darüber eine verblüffende Unabhängigkeit der Hände.

Was Nostalgikern zusätzlich das Herz erwärmte: Der Abend brachte auch ein Wiederhören mit Chaka Khans 80er-Hit „Ain’t Nobody“.

Von Georg Pepl

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