Schlagersängerin Anna-Maria Zimmermann im Interview über schlechte Texte und gute Stimmung

Nicht nur typisch Ballermann

Von DSDS nach Mallorca: Anna-Maria Zimmermann kommt zur Viva-Fritzlar-Party.

Fritzlar. Viva Fritzlar, so heißt die große Party, die am Samstag, 14. August, in den Fritzlarer Ederauen steigt. Mit dabei ist die Creme de la Creme der Mallorca-Schlagermusiker. Auf der Bühne steht auch Anna-Maria Zimmermann, deren Karriere bei „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) begann.

Wenn Ihnen vor fünf Jahren, als Sie bei DSDS antraten, jemand prophezeit hätte, dass Sie heute regelmäßig im Bierkönig auf Mallorca singen würden, was hätten Sie gesagt?

Anna-Maria Zimmermann: Ich hätte wohl gesagt: „Mallorca? Ich? Ich glaube nicht.“

Bei der Fernsehshow haben Sie ausschließlich englischsprachige Titel gesungen, nun sind Sie beim deutschen Stimmungsschlager gelandet. Würden Sie nicht lieber bei „Rock am Ring“ als vor Mallorca-Urlaubern singen?

Zimmermann: Nein, auf keinen Fall. Ich finde „Rock am Ring“ supercool und habe das auch im Fernsehen verfolgt. Aber im Bierkönig und im Oberbayern auf Mallorca und bei den Schlager-Partys in Deutschland habe ich unheimlich viel Spaß. Ich möchte das nicht mehr missen.

Welche Musik hören Sie denn privat gern?

Zimmermann: Ich höre durch die Bank weg alles, auch die Charts rauf und runter. Aber auch privat höre ich gern deutsche Musik, das muss ich zugeben.

Die Ballermann-Hits gelten als eher anspruchslose Musik mit simplen Texten. Ist das ein Vorurteil, oder ist da etwas dran?

Zimmermann: Es gibt natürlich die typische Ballermann-Musik, das will man vielleicht auf Mallorca auch haben. Aber die mache ich gar nicht. Ich singe ja nicht „Zwanzig Zentimeter“ oder so, sondern ich mache Pop-Schlager. Ich lege viel Wert auf die Texte, denn es gibt viel zu viel Musik mit schlechten Texten.

Wie sieht Ihr Publikum aus?

Zimmermann: Das ist ganz gemischt. Das fängt mit 16-jährigen Teenies an, die das erste Mal an den Ballermann fahren und Spaß haben wollen. Das geht über Kegelclub, Mitte-30-Jährige, es sind aber auch die 50-Jährigen, die deutschen Schlager lieben.

Ihr Kollege Jürgen Drews ist 65 und singt immer noch sein „Bett im Kornfeld“. Glauben Sie, dass Sie in diesem Alter immer noch im Geschäft sind, oder stellen Sie sich eine ganz andere Zukunft vor?

Zimmermann: Ich habe mir immer gesagt, ich mache Musik, weil ich das gut finde. Wie lange ich im Geschäft bin, entscheiden aber natürlich meine Fans. Wenn ich mit 65 noch dabei bin, ist das super; wenn nicht, dann eben leider nicht. Ich mache mir nicht viel Druck, sondern lasse es auf mich zukommen.

Was erwartet das Publikum bei Ihrem Auftritt in Fritzlar?

Zimmermann: In Fritzlar wird natürlich ein Super-Rahmenprogramm geboten. Es ist der Wahnsinn, wer da alles auftritt. Die Leute erwartet Stimmung, Spaß und eine supercoole Party.

Ich würde Ihnen gern noch fünf Entweder-oder-Fragen stellen: Bier oder Wein?

Zimmermann: Wein.

Dieter Bohlen oder Stefan Raab?

Zimmermann: Stefan Raab.

Strandurlaub oder Bildungsreise?

Zimmermann: Strandurlaub.

Schokolade oder Lakritze?

Zimmermann: Ooh, Schokolade!

Porsche oder VW Käfer?

Zimmermann: VW Käfer.

Von Olaf Dellit

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