Chad Channing, Ex-Schlagzeuger der Grunge-Helden, ließ es leise angehen im Fiasko

Gar nicht viel Nirvana

Kassel. Als ehemaliger Schlagzeuger der Band Nirvana wird Chad Channing oft angepriesen. Er stand von 1988 bis 1990 mit dem späteren Grunge-Helden Kurt Cobain auf der Bühne und hinterließ seine Spuren auf dem ersten Album „Bleach“.

Einerseits passt es, wenn sein Name auf einem Plakat für ein „Nirvana-Tribute-Konzert“ wirbt, und trotzdem war der Titel für seinen Auftritt am Donnerstag im Kasseler Fiasko ziemlich fehl am Platz.

Drei Gruppen traten auf, aber während des Abends wurden nur zwei Nirvana-Songs interpretiert. Das ärgerte natürlich so manchen Fan der alten Stunde. Dabei konnte man sich ansonsten über die musikalische Qualität nicht beklagen. Chad Channing hatte gleich zwei seiner Formationen mitgebracht.

Before Cars mit Channing an der Gitarre und am Bass lieferten eine Mischung aus Indie-Rock und sanftem 70er-Jahre-Folk, der stilistisch schön anzuhören war, jedoch keine große Stimmung aufkommen ließ. Abwechslungsreicher wurde das Konzert, als Channing im dritten Teil mit seiner zweiten Gruppe Paundy eine Mischung aus Reggae, Latin und Folk spielte, die gelegentlich an Filmmusik erinnerte.

Am ehesten wurden dem Motto des Abends die Gastgeber von Nirgendwo gerecht. Die Kasseler Band mit Des Copeland (Gesang, Bass, Gitarre), Chad Bossé (Schlagzeug) und Kevin Fülling (Bass) ließ es mit ihrem Stil zwischen Hardcore, Metal, Punk und Grunge für die 60 Zuschauer ordentlich krachen. Dazu gab es zwei schöne Cover-Versionen der Nirvana-Klassiker „Negative Creep“ und „About A Girl“.

Ein Video vom Auftritt sehen Sie unter www.hna.de/video

Von Alexander Pluquett

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