Neu im Kino: „The Green Hornet“ mit Christoph Waltz als Bösem

Nichtsnutz wird Held

Kämpfer gegen das Böse: Jay Chou als Kato (links) und Seth Rogen als Britt. Foto:  Sony

Britt Reid (Seth Rogen) ist von Beruf Sohn. Sein Erzeuger regiert ein Medienunternehmen und muss das Partyleben des Filius finanzieren. Dann aber segnet Dad das Zeitliche, und der ahnungslose Britt wird Thronfolger des Imperiums. Dabei kann sich der junge Mann nicht einmal einen Milchkaffee zubereiten. Diese Aufgabe übernimmt der Angestellte Kato (Jay Chou), ein Tausendsassa, der Kampfkünste beherrscht und mit goldenen Händen gesegnet ist, wenn es um Technik-Spielereien geht.

Nun begibt es sich aber zu jener Zeit, dass ganz LA im Sumpf des Verbrechens zu versinken droht. Der irre Gangsterboss Chudnofsky (Christoph Waltz) startet eine Charme-Offensive des Bösen. Britt Reid erkennt seine Berufung. Der Nichtsnutz tut sich mit Kato zu einem Superhelden-Team zusammen, um das Verbrechen mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Nicht, dass die Unternehmungen der beiden immer von Erfolg gekrönt wären.

Wenn Michel Gondry seinen Allerwertesten auf dem Regiestuhl platziert, ist das Ergebnis alles, nur nicht angepasst oder langweilig. Filme wie „Vergiss mein nicht!“ oder „Abgedreht!“ erzählen in einfallsreicher Optik skurrile Geschichten. Auch die Story von der grünen Hornisse, die auf einer legendären Radio-Show aus den 30er-Jahren basiert, trägt die einmalige Handschrift des Meisters.

„The Green Hornet“ ist ideales Futter für Fans von Action-Komödien, die gern auf die Zugabe von Weichspüler verzichten.

Egal, ob im zwei- oder im dreidimensionalen Kino, wenn Gondry die Fetzen fliegen lässt, wird so manches Konkurrenzprodukt des Genres zum alten Eisen degradiert. Humor ist inbegriffen.

Ein besonderer Hingucker ist Oscar-Preisträger Christoph Waltz in seiner ersten großen Hollywood-Rolle nach dem Triumph mit „Inglourious Basterds“. Chudnofsky ist ein überdrehtes Unikum aus dem Reich des Bösen, witzig und furchteinflößend zugleich. Schon allein wegen dieser Vorstellung ist eine Kinokarte eine gute Investition.

Genre: Superhelden-Film

Altersfreigabe: ab 16

Wertung: !!!!:

www.hna.de/kino

Von André Wesche

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