Auf Nimmerwiedersehen! - Vox zeigt Neues von „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“

Suchen ihr Glück auf Mallorca: Jennifer Matthias mit ihrem Freund Jens Büchner und Söhnchen Leon. Foto: vox/nh

Sie sind hoffnungslos überfordert, Ihnen fehlt das fachliche Know-how, und Ihre Fremdsprachenkenntnisse sind kaum vorhanden? Dann sind Sie der perfekte deutsche Auswanderer - zumindest so, wie Vox sich das vorstellt.

Am Mittwoch startet der Sender mit neuen Folgen seiner Dokusoap „Goodbye Deutschland! Die Auswanderer“. Bereits die Ankündigung lässt erahnen, was da auf die Zuschauer zukommt.

„Ob Großfamilie, junge Pärchen, alte Hasen oder Abenteurer, sie alle sind getrieben von dem einen Traum: ein Neuanfang im Ausland“, schreibt der Sender und verspricht, die deutschen Auswanderer auf ihrem großen Schritt in ein fremdes Land zu begleiten und „Höhen und Tiefen, Erfolge aber auch Misserfolge entlang ihres turbulenten Weges“ zu zeigen.

Da wären zum Beispiel Jennifer und ihr Freund Jens, die in der letzten Staffel die Koffer in Sachsen-Anhalt packten, um in Cala Millor auf Mallorca eine Modeboutique zu eröffnen. Sprachkenntnisse? Fehlanzeige. Geld für Investitionen? Kaum vorhanden. Ein Plan? Nun ja, vielleicht ein Plänchen.

Die Ideen, mit denen die Auswanderer in der Fremde ihr Glück versuchen, sind oft dermaßen abstrus, dass man sich fragt, ob da nicht ein Redakteur seine Finger im Spiel hatte. Sommerboutiquen werden im Winter eröffnet, ein gestandener Mann macht sich nur mit Rucksack und Hund von Süddeutschland auf ins 2500 Kilometer entfernte Marbella, um seine große Liebe zu treffen, die er nur aus dem Internet kennt - und Familien wandern ohne gültiges Arbeitsvisum nach Brasilien aus.

Die Angst, sich lächerlich zu machen, scheint potenzielle Auswanderer nicht abzuschrecken. Pro Woche bewerben sich zwischen zehn und zwanzig Auswanderer bei Vox. Wer es am Ende in die Sendung schafft, das entscheiden Sender und Produktionsfirma. Kriterien sind das Land, die Familienkonstellation und ob es genügend Herausforderungen für die Protagonisten gibt, sagt Katrin Kraft von Vox und gibt dabei unumwunden zu: „Wir bevorzugen jemanden, der die Sprache noch nicht spricht.“

Von Jörgen Camrath

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